Trotz Bonusprogramm

Steuererklärung 2017: Private Krankenkassenbeiträge absetzen

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Gute Neuigkeiten: Trotz Bonusprogramm erhalten Sie bei der Steuererklärung für private Vorsorgemaßnahmen wieder Geld zurück.

Bonusprogramm bei der Krankenkasse - und dennoch private Beiträge von der Steuer absetzen? Das geht - wenn Sie diese Voraussetzung erfüllen.

Berlin - Wer an einem Bonusprogramm der Krankenkasse teilnimmt, kann trotzdem die Krankenkassenbeträge in voller Höhe in der Einkommensteuererklärung absetzen. Und zwar auch dann, wenn der Versicherte einen Zuschuss für privat bezahlte Vorsorgemaßnahmen erhalten hat.

Private Vorsorgemaßnahmen von der Steuer absetzbar

Dies geht aus einem Verwaltungsschreiben des Bundesfinanzministeriums hervor. "Damit setzt die Finanzverwaltung ein Urteil des Bundesfinanzhofs um", erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Die Finanzämter kürzten bisher die Krankenkassenbeiträge um solche Bonuszahlungen. Zum Nachteil der Steuerzahler berücksichtigten sie steuerlich nur geringere Beiträge. "Im Ergebnis konnten die Steuerzahler daher weniger Krankenkassenbeiträge absetzen", erläutert Klocke.

Der Bundesfinanzhof stellte jedoch fest: Zuschüsse der Krankenkassen für privat bezahlte Vorsorgemaßnahmen sind keine Beitragsrückerstattung (Az.: X R 17/15). Somit sei eine Verrechnung von Beiträgen und Boni nicht möglich, wenn die Bonuszahlung nicht mit der Basisabsicherung im Krankheitsfall zusammenhängt.

Trotz Bonusprogramm: Geld zurück für private Sonderausgaben

Diese Bewertung greift die Finanzverwaltung auf: Versicherte können nun den ungekürzten Sonderausgabenabzug für die Krankenkassenbeiträge beim Fiskus geltend machen. Das gilt auch, wenn ihnen die Krankenkasse die Kosten für das Bonusprogramm erstattet hat.

Voraussetzung: Die Maßnahmen für das gesundheitsbewusste Verhalten sind nicht im regulären Versicherungsumfang enthalten und sie wurden von dem Versicherten vorab privat finanziert.

dpa

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