Nimmt mein Kind Drogen? Diese Warnsignale kann es geben

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Es ist für Eltern nicht immer einfach, Drogenmissbrauch bei Kindern zu erkennen. Foto: Torsten Leukert

Unter den illegalen Drogen steht der Konsum von Cannabis mit Abstand an der Spitze. Das hat eine aktuelle Studie ergeben. Jugend und Drogen: Wie können eigentlich Eltern herausfinden, ob ihre Kinder Drogen nehmen?

Köln (dpa/tmn) - Eindeutige Zeichen dafür, dass das eigene Kind Drogen nimmt, lassen sich kaum benennen. Scheinbare körperliche Signale wie gerötete Augen, zitternde Hände oder Schweißausbrüche könnten auch andere Ursachen haben.

Es gebe aber Veränderungen im Verhalten, die zumindest auf eine Lebenskrise des Kindes hindeuten könnten. Das erklärt Diana Schulz von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Dazu gehören ein Nachlassen der Leistungen in der Schule auf allen Gebieten, das Aufgeben oder häufiges Wechseln des Freundeskreises und ein Rückzug in die Isolation. Auch, wenn ein Jugendlicher plötzlich seine bisherigen Interessen aufgibt oder teilnahmslos ist, sollten Eltern wachsam sein.

Nimmt ein Kind Drogen, sollten Eltern das auf alle Fälle ernst nehmen. "Panik und überstürzte Reaktionen sind jedoch auch wenig hilfreich", mahnt Schulz. Fühlen sich Mütter uns Väter hilflos angesichts der Situation, dann können sie sich an eine Drogen- oder Erziehungsberatungsstelle wenden.

BZgA-Portal Drugcom

Cannabis hat eine jahrtausendealte Tradition als Nutz- und Heilpflanze. Zugleich gehört es zu den ältesten bekannten Rauschmitteln und ist die mit Abstand gängigste illegale Droge in Deutschland. Als Droge spielte die Hanfpflanze zunächst in Indien eine Rolle, Cannabis kam aber auch gegen Lepra, Durchfall und Fieber zum Einsatz. In Europa ist die Rauschwirkung seit dem 19. Jahrhundert bekannt, Cannabis wird vor allem in Form von Haschisch oder Marihuana konsumiert. Hauptwirkstoff ist Tetrahydrocannabinol (THC), das je nach Pflanzensorte in unterschiedlicher Konzentration vorkommt. Dauerhafter Konsum kann zu psychischer Abhängigkeit führen.

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