Sanierung der Schnelltrasse

Bahnfahrten dauern wegen Sperrung Stuttgart-Mannheim länger

Mit dem ICE kommen Reisende in 37 Minuten von Mannheim nach Stuttgart. Ab 10. April müssen sie 45 Minuten mehr einplanen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Mit dem ICE kommen Reisende in 37 Minuten von Mannheim nach Stuttgart. Ab 10. April müssen sie 45 Minuten mehr einplanen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Von April an zuckeln Bahngäste auf der Verbindung Stuttgart-Mannheim über eine alte Trasse - statt mit Tempo 250 auf der Schnellbahnstrecke. Deren Generalsanierung wird Reisende viel Zeit und Nerven kosten - sechs Monate lang.

Stuttgart/Mannheim (dpa) - Die Fahrzeit im ICE zwischen Mannheim und Stuttgart dauert 37 Minuten - ab 10. April müssen die täglich 66.000 Reisenden auf der Strecke 45 Minuten mehr einkalkulieren. Bis Ende Oktober wird die Schnellbahntrasse wegen einer Generalüberholung komplett gesperrt.

Umgeleitet wird über eine andere Trasse - von Stuttgart aus via Mühlacker, Bruchsal und Schwetzingen. Auf der Schnellstrecke fahren momentan täglich 185 Fern- und mehr als 20 Güterzüge.

Eine Sanierung in Abschnitten kam für die Bahn nicht infrage. Ein Konzernsprecher erläutert: "Es ist eine bewusste Entscheidung gewesen, komplett zu sperren, statt drei bis vier Jahre mit Einschränkungen zu leben."

Nach Heidelberg dauert die Fahrt von Stuttgart aus dann 70 Minuten, 30 Minuten länger als sonst. Auch Fernreisende, die etwa von München nach Paris wollen, müssen sich auf Widrigkeiten einstellen. Die Bauarbeiten bremsen auch den Nahverkehr ab sowie Fahrten zwischen Karlsruhe oder Pforzheim und Stuttgart. Von Karlsruhe nach Stuttgart verlängert sich die Fahrzeit um 15 bis 20 Minuten. Die Frequenz nimmt ebenfalls ab: So wird es laut Bahn zwischen Stuttgart und Mannheim "meist" drei statt vier Züge innerhalb von zwei Stunden geben.

Der Fahrgastverband Pro Bahn mahnt kundenfreundliche Regelungen für die bevorstehenden Härten an. Landeschef Stefan Buhl fordert von der Bahn, Pendlern mit gesenkten Ticketpreisen entgegenzukommen.

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