Tourismus

"Benimmregeln" auf Mallorca: Saufgelage verlagern sich

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Schluss mit dem Eimersaufen unter freiem Himmel: Seit Mai soll die "Verordnung für ein zivilisiertes Zusammenleben" für mehr Ordnung am Ballermann sorgen.

Palma de Mallorca - Gut einen Monat nach der Einführung von "Benimmregeln" auf Mallorca hat die Polizei erstmals Geldbußen bei Touristen erhoben. Das wollen sich einige nicht gefallen lassen.

Sie ziehen mit ihrem Saufgelage in die Nachbargemeinde weiter.

Die Einführung von "Benimmregeln" für die mallorquinische Inselhauptstadt Palma hat offensichtlich zu einer Verlagerung nächtlicher Saufgelage in eine Nachbargemeinde geführt. Wie die Zeitung "

Diario de Mallorca" am Sonntag (22. Juni) berichtete, ziehen trinkfreudige Touristen mit ihren Bierflaschen und Plastikeimern nun verstärkt an das südöstliche Ende des Strandgebiets der Playa de Palma. Dieser Abschnitt gehört nicht zu Palma de Mallorca, sondern zur Nachbargemeinde Llucmajor.

Dort gelten die - für das Gebiet der Inselhauptstadt erlassenen - "Benimmregeln" nicht. Die Polizei hatte am Donnerstag in der Gegend um den "Ballermann" erstmals Geldbußen von Urlaubern erhoben, die gegen die im Mai beschlossene "Verordnung für ein zivilisiertes Zusammenleben" verstoßen hatten. Diese sieht im Gebiet von Palma unter anderem Strafen für Saufgelage unter freiem Himmel, öffentliches Urinieren, ruhestörenden Lärm oder Stadtbummel in Badekleidung vor.

Bewohner des zu Llucmajor gehörenden Abschnitts protestierten dagegen, dass der Strand durch die nächtlichen Saufgelage immer stärker verschmutzt werde. Sie dokumentierten dies mit Fotos von leeren Bierflaschen, Plastiktüten und anderen Abfällen, mit denen der Strand bei Sonnenaufgang übersät war.

dpa

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