Schweiz

Trotz Corona: Massenandrang im Skigebiet Zermatt: „Wir haben auch schon Gondeln stillgelegt“

Touristen wandern im Gebirge am Gornergrat, während im Hintergrund das Matterhorn zu sehen ist.
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Das schöne Wetter lockt viele Tagestouristen nach Zermatt. (Symbolbild)

In Zermatt kam es vor den Gondeln zu einem wahren Massenandrang: Zahlreiche Ski-Urlauber wollten trotz Corona das gute Wetter für ein paar Abfahrten auf der Piste nutzen.

Auch in der Schweiz steigen die Corona-Fallzahlen weiterhin rasant an: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete 1.036 neue Fälle pro 100.000 Einwohnern in den letzten 14 Tagen (Stand: 17. November). Vonseiten des Auswärtigen Amts gilt eine Reisewarnung* für die Schweiz. Trotzdem wollten viele Ski-Begeisterte das schöne Wetter am Wochenende nutzen, um die Pisten in Zermatt zu besuchen. Dabei kam es jedoch zu einem wahren Massenandrang.

Urlaub in der Schweiz trotz Corona: Gedränge an Ski-Pisten in Zermatt

Schon gegen 9 Uhr soll es bei den Matterhornbahnen in Zermatt zu viel Gedränge gekommen sein, wie das Online-Portal Blick.ch berichtet. Besucher standen dicht aneinander gepfercht vor den Gondeln an – ein Anwesender bezeichnete den Massenandrang gar als „Corona-Hotspot“. Einige Fotos zeigen, dass von Abstand tatsächlich keine Spur war. Da stellt sich die Frage: Wie sieht es mit dem Sicherheitskonzept in Zermatt aus?

Massenandrang in Zermatt: Maskenpflicht an Bergbahnen wird rigoros umgesetzt

„Wer keine Maske trägt, wird nicht mitgenommen. Wir haben auch schon Gondeln stillgelegt, bis die Person ohne Maske ausgestiegen ist“, erklärte Markus Hasler, Chef der Zermatt Bergbahnen AG dem Online-Portal Blick.ch. Neben der Maskenpflicht wurden demnach Bodenmarkierungen abgebracht, um den Abstand zwischen den Gästen zu gewährleisten. Plakate vor Ort würden auf das Schutzkonzept hinweisen. Doch: „Letzten Endes muss das auch umgesetzt werden. Und da ist jeder Einzelne gefragt. Es geht um Eigenverantwortung“, so Hasler.

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Am Tag nach dem Gedränge führte die Regionalpolizei Zermatt Kontrollen bei der Betriebsaufnahme der Bergbahnen durch. Die Gemeindepräsidentin Romy Biner-Hauser sprach von einem ruhigen und normalen Betrieb. Bei den Fotos, die Ski-Sportler dicht an dicht zeigten, handle es sich „lediglich um Momentaufnahmen“, wie Blick.ch sie zitiert. Die Walliser Polizei schaltete sich nach dem Massenandrang am Samstag ebenfalls ein: „Eine Polizei-Patrouille war am Sonntagabend, als die Bahnen geschlossen wurden, während rund 30 bis 45 Minuten auf Platz. Dabei wurden jedoch keine Beanstandungen festgestellt“, berichtete Kantonspolizei-Sprecher Mathias Volken.

Während es vor den Gondeln zu circa 30 Minuten Wartezeit für Tickets kam, wie ein Leserreporter von Blick.ch berichtet, sei es auf der Piste selbst ruhig gewesen: „Ich komme soeben von den Zermatter Skipisten. Es war fantastisch. Alle haben sich ans Maskentragen gehalten“, erklärte eine weitere Besucherin. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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