Tourismus

Längster Tag im Kulturhauptstadtjahr: Sommersonnenwende in Riga

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Selbstgeflochtene Kränze gehören zur Sommersonnenwende in Lettland dazu - Singen auch.

Riga - Nichts feiern die Letten so ausgelassen und feuchtfröhlich wie den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Wer schlafen geht, ist selber schuld. In diesem Jahr wird es noch bunter: Die europäische Kulturhauptstadt hat sich einiges vorgenommen.

Riga feiert die Sommersonnenwende: Am 21. und 22. Juni gibt es in der lettischen Hauptstadt dazu ein volles Programm. Auch sonst wird in

Lettland nichts so ausgelassen gefeiert wie die Sommersonnenwende. Doch weil Riga in diesem Jahr

Europäische Kulturhauptstadt ist, legen die Letten noch eins drauf. Unter anderem sind eine Bier-Parade, ein Sonnenwende-Markt, Workshops, bei denen traditionelle Blumenkränze hergestellt werden, und

Sonnenwendspiele geplant - in Rigas grünstem Teil, Mezaparks. Der Eintritt dazu ist frei.

An beiden Abenden wird es außerdem auf einer großen Open-Air-Bühne eine Tanzaufführung unter dem Titel "Lec Saulite" geben. Daran sind mehrere Tausend Tänzer, Sänger, ein Orchester und sogar eine Musikgruppe mit Drums und Dudelsäcken beteiligt. Tickets kosten zwischen 10 und 35 Euro. Zum Ausklang der Sonnenwendfeiern wird bei einem Ball am 23. Juni ab 1.00 Uhr in die Nacht getanzt.

Sommersonnenwende, auf Lettisch Jani, ist für lettische Großstädter der ideale Zeitpunkt für Ausflüge aufs Land. Dort wird der längste Tag und die kürzeste Nacht besonders ausgiebig gefeiert, oft bis zum nächsten Sonnenaufgang. Zu den Traditionen gehört zum Beispiel, dann Kränze zu flechten, aus Feldblumen für Frauen, aus Eichenblättern für Männer, zu singen oder über Feuer zu springen.

dpa

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