Was Sie mit ungeliebten Geschenken tun können und wann Sie vorsichtig sein sollten

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Der Beginn des neuen Jahres ist für viele Menschen die perfekte Gelegenheit, zu Hause gründlich auszumisten und sich von all dem zu trennen, was Platz wegnimmt, ungenutzt verstaubt und nur unnötig beschwert.

Doch gerade zu Weihnachten bekommt man immer wieder Dinge geschenkt, die man überhaupt nicht benötigt. Ganz gleich, ob es um es sich um den dritten Dekanter handelt, obwohl man die anderen beiden schon kaum benutzt, um ein Bild, welches so gar nicht zur Wohnungseinrichtung passt, oder ein nagelneues Smartphone, das man nicht braucht, da man sich kurz vor den Feiertagen selbst ein neues Modell gekauft hat – immer stellt sich die Frage, wohin mit diesen ungeliebten Geschenken.

Umtausch ist längst nicht immer möglich

Viele Menschen scheuen sich, offen zuzugeben, dass ein Geschenk so gar nicht den eigenen Geschmack getroffen hat. Um ein Geschenk aber umtauschen zu können, ist es wichtig, zu wissen, wo es gekauft wurde. Im Idealfall besitzt man außerdem den Kassenzettel, der in den meisten Geschäften als Nachweis verlangt wird, dass das Geschenk auch wirklich in diesem Laden gekauft wurde. Doch auch, wenn sich der Beschenkte getraut hat, denjenigen, der ihm das ungeliebte Geschenk gemacht hat, nach dem Ort des Kaufs und dem Kassenbeleg zu fragen, heißt das nicht zwingend, dass das Geschenk auch wirklich umgetauscht werden kann. Ein Recht auf einen Umtausch gibt es nicht, wie der Verbraucherschutz auf seiner Internetseite klarstellt. Ein Umtausch ist immer eine Kulanzhandlung. In den meisten Geschäften ist es aber mittlerweile gang und gäbe, ungewollte Geschenke innerhalb eines Zeitraums von rund 14 Tagen gegen andere Produkte aus dem Sortiment oder einen Gutschein umzutauschen. Auf eine Auszahlung des Kaufbetrags kann nur in Ausnahmefällen gehofft werden. Ist das Geschenk beschädigt oder möglicherweise sogar nicht funktionstüchtig, haben Kunden allerdings ein Recht auf Reklamation. Was aber, wenn man das Geschenk nun wirklich nicht beim Händler umtauschen kann?

Verkaufsplattformen im Internet: eine tolle Möglichkeit, um Geschenke loszuwerden Es gibt sie immer noch, die guten, alten Flohmärkte, auf denen man sich einen Tisch mieten kann, um zu versuchen, alles Ungeliebte und nicht mehr Benötigte zu einem möglichst guten Preis zu verkaufen. Doch wer stellt sich schon gern einen ganzen Samstag lang auf einen Parkplatz und konfrontiert sich mit Menschen, die versuchen, das zwar hässliche, aber einst geliebte Erbporzellan der verstorbenen Oma im Preis so weit zu drücken, dass man es ihnen am liebsten an den Kopf werfen würde? Viel bequemer sind da, so scheint es, Verkaufsplattformen im Internet.

Mittlerweile ist jedes Smartphone mit einer guten Kamera ausgestattet, ein Foto ist also schnell gemacht. Nun muss nur noch ein kurzer Verkaufstext her. Verkaufsplattformen gibt es viele. In manchen Städten ist eBay mit seinen Kleinanzeigen der absolute Platzhirsch. Auch auf dem Marketplace von Facebook wird fleißig gehandelt. Und die Nachbarschaftsplattform nebenan.de bietet ebenfalls die Möglichkeit, Überflüssiges zum günstigen Preis an Menschen zu verkaufen, die in der Nähe wohnen. Doch sind solche Verkäufe eigentlich sicher? Und was muss beachtet werden, wenn man selbst online gebrauchte Dinge kaufen möchte?

Mit den Möglichkeiten steigen auch die Betrugsversuche

Leider ist offenbar niemand kreativer als Kriminelle: Mit den steigenden Möglichkeiten, im Internet auch als Privatmensch Handel zu betreiben, schnellen auch die Betrugszahlen in die Höhe. Wer denkt, ihm könne es nicht passieren, auf Onlinebetrüger hereinzufallen, wird besonders schnell zum Opfer. Grundsätzlich gilt: Man sollte stets auf seinen Instinkt hören. Wer bei einer Anfrage im Kleinanzeigenportal ein ungutes Bauchgefühl hat, sollte mit dem Verkauf lieber noch ein bisschen warten. Betrüger versuchen oft, Verwirrung zu stiften. Erst handeln sie und versuchen, den Verkaufspreis unter ein irgendwie verträgliches Maß zu drücken. Dann schlagen sie alternative Zahlungsmethoden vor, beginnen, über die Qualität der angebotenen Ware zu diskutieren oder zweifeln deren Echtheit an. Es lohnt sich beispielsweise, darauf zu bestehen, dass der Käufer die Ware selbst abholt. Auch wer sich die Zeit nimmt, einen kurzen Kaufvertrag zu verfassen, beugt fiesen Betrugsmaschen vor. Wird man zum Opfer eines Onlinebetrugs, kann die Polizei oft nur unzureichend weiterhelfen. In keiner Dienststelle wird man sich die Mühe machen, online oder auf Flohmärkten nach dem Handy oder der teuren Vase zu forschen, die durch den Betrug abhandengekommen ist, ohne dass jemals Geld geflossen wäre. Geht es um ein wertvolles Stück, lohnt es sich, einen Privatdetektiv zu engagieren. Profis sind Experten darin, Diebesgut im Internet ausfindig zu machen. Mithilfe moderner Suchmethoden konnte schon so mancher Onlinebetrug aufgedeckt werden.

Auch wer mit seinem Weihnachtsgeld online selbst auf Schnäppchensuche gehen möchte, sollte Vorsicht walten lassen. Betrüger nutzen spezielle PayPal-Funktionen, um den Käuferschutz zu umgehen, richten Geisterkonten ein und verkaufen Hehlerware, deren Kauf mitunter sogar strafbar ist. Es lohnt sich selten, beim Einkauf auf Kleinanzeigenportalen, das erstbeste Schnäppchenangebot anzunehmen. Wer sich Zeit nimmt, einen zweiten Blick auf die angebotene Ware zu werfen und einige Nachforschungen über den Verkäufer anstellt, senkt das Risiko, einem Betrug aufzusitzen, beträchtlich!

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