Völlig von der Rolle

Wenn Vierbeiner von Wespen gestochen werden

Völlig von der Rolle: Wenn Vierbeiner von Wespen gestochen werden
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Wo viele Blumen blühen, kann auch die Katze von Bienen, Hummeln oder Wespen gestochen werden.

Sie erstarren plötzlich, winden sich oder winseln. Was hat die Mieze oder Bello nur? Dahinter kann ein fieser Insektenstich stecken. Eine Tierärztin gibt Erste Hilfe-Tipps.

Berlin - Wenn Katzen neugierig über blühende Sommerwiesen streifen oder Hunde im Blütenmeer herumtoben, kommt es nicht selten vor, dass sie plötzlich innehalten, winseln oder wie am Spieß schreien. Besorgte Tierhalter wissen dann oft nicht, was los ist.

Tina Hölscher hat eine Erklärung: „In diesen Tagen werden Hunde und Katzen häufig von Bienen, Hummeln oder Wespen gestochen“, berichtet die Tierärztin der Tierschutzorganisation Aktion Tier aus der Praxis. Die armen Opfer seien im ersten Moment völlig wesensverändert und laufen unruhig und desorientiert umher. „Das Tier kann den Schmerz nicht zuordnen und ist deshalb total von der Rolle“, begründet die Veterinärin das anfallartige Verhalten der Vierbeiner.

Schwellungen im Gesicht, Laufen auf drei Beinen

Oft seien Kopf und Pfoten der Vierbeiner betroffen. Kurze Zeit nach dem Einstich treten massive Schwellungen auf. „Vor allem im Gesicht kann das schlimm aussehen. Der Halter erkennt seinen Liebling kaum wieder. Erwischt es die Pfoten, laufen Hund und Katze von jetzt auf gleich auf drei Beinen“, beschreibt die Tierärztin in diesen Fällen das Gangbild.

„So dramatisch es zunächst aussieht, Insektenstiche heilen so gut wie immer problemlos ab“, beruhigt Tina Hölscher besorgte Tierbesitzer. Meist reiche es, die Stelle zu kühlen.

Notfallspritze für Tiere mit Insektenstich-Allergie

Einzig bei Stichen innerhalb des Maules oder der Speiseröhre oder wenn das Tier allergisch auf Stiche reagiert, kann es ernst werden, und der Halter sollte schnellstmöglich eine Tierarztpraxis aufsuchen.

Weiß der Besitzer bereits, dass sein Tier unter einer Insektenstich-Allergie leidet, sollte er auf den Spaziergängen eine Notfallspritze mit sich führen. Diese kann er sich zur Sicherheit bei seinem Tierarzt besorgen, der ihm auch erklärt, wie diese zu verabreichen ist. So kann der Tierhalter das Schlimmste verhindern. dpa

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