Zahl der Wohnungseinbrüche sinkt – moderne Sicherheitstechniken sind wirkungsvoll!

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Videoüberwachung deckt Wohnungseinbrüche auf und schützt das eigene Heim.

Das eigene Heim sollte im Normalfall ein Ort der Intimität und Privatsphäre sein – und der Sicherheit.

Diese Atmosphäre kann allerdings durch ungebetenen Besuch in Form von Einbrechern zerstört werden. Dabei können sogar die eigene Unversehrtheit und materielle Güter in Gefahr geraten. Auch wenn die Zahl der Wohnungseinbrüche seit Jahren stetig sinkt, sind präventive Maßnahmen sinnvoll.

Die Zahl der gemeldeten Wohnungseinbrüche bei deutschen Versicherungen ist auch im vergangenen Jahr gesunken. Damit bestätigt sich die fallende Tendenz bereits im dritten Jahr in Folge. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) kam es 2018 insgesamt zu 97.504 Wohnungseinbrüchen. Im Jahr 2017 waren es noch 116.540. Diese Entwicklung bedeutet eine Veränderung von -16,3 Prozent. Allerdings bleibt die Aufklärungsquote weiterhin sehr niedrig. Gerade einmal 15,4 Prozent der Delikte werden erfolgreich aufgeklärt.

Auch wenn die statistischen Zahlen als Ganzes positiv zu deuten sind, gibt es trotzdem Grund zur Vorsicht. Insbesondere die Tatsache, dass es sich bei den Zahlen in der Kriminalstatistik ausschließlich um Werte innerhalb des sogenannten Hellfeldes handelt, könnte beunruhigend sein. Wie hoch die Dunkelziffer ist, kann der Report der Polizei nicht erfassen. Daher besteht die Möglichkeit, dass die eigentliche Zahl eine ganz andere Entwicklung preisgeben könnte.

Darüber hinaus bleibt Nordrhein-Westfalen hinsichtlich der absoluten Anzahl an Wohnungseinbrüchen einsamer Spitzenreiter. Im Jahre 2018 kam es zu 29.904 gemeldeten Einbrüchen.

Die gemeldeten Wohnungseinbrüche sind auch von 2017 auf 2018 gesunken. Lediglich im Saarland und in Sachsen-Anhalt gab es Steigerungen. Für Sachsen lagen keine Zahlen vor.

Einbruch bei Tag und Nacht

In früheren Tagen galt die allgemeine Faustregel, dass besonders in der dunklen Jahreszeit die Zahl der Wohnungseinbrüche in die Höhe schnellt. Die schützende Dunkelheit in den länger anhaltenden Nächten ruft zwar heute noch immer Einbrecher auf den Plan, doch diese beschränken sich mittlerweile nicht ausschließlich auf die dunklen Stunden des Tages.

Laut Einbruch-Report 2019 des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist das Risiko eines Wohnungseinbruchs zwischen 10 und 20 Uhr am größten. Die meisten Menschen gehen in dieser Zeitspanne ihrem Beruf nach und sind dementsprechend nicht zuhause, eine ideale Situation für Einbrecher, da sie meist ungehindert und vor allem unbemerkt in die Wohnung eindringen können.

Der bevorzugte Angriffspunkt bei Einbrüchen sind vor allem Fenster und Türen, da sie einen vermeintlich einfachen Einstieg in die Wohnung oder ins Haus ermöglichen. Daher ist es essenziell, diese mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen auszustatten. In Deutschland werden bei Neubauten einbruchhemmende Fenster und Türen nicht standardmäßig installiert. Dadurch können sie innerhalb weniger Sekunden aufgehebelt werden.

Kurz gesagt

: Beinahe jeder zweite Einbruchsversuch wird abgebrochen, weil die Täter nicht schnell genug ins Haus gelangen. Daher sind moderne Sicherheitstechniken ratsam, um die eigenen vier Wände vor Einbrechern zu schützen.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik offenbart eine ganze Fülle an Informationen über Wohnungseinbrüche und gewährt einen Einblick in die Tätermuster:

  • 41 Prozent der Tatverdächtigen stammen aus der gleichen Gemeinde wie das Opfer
  • 9 Prozent der Einbrecher stammen aus dem gleichen Landkreis wie das Opfer
  • 19 Prozent der Einbrecher stammen aus dem gleichen Bundesland wie das Opfer
  • Die meisten Einbrecher sind zwischen 21 und 40 Jahre alt
  • 85 Prozent der Einbrecher sind Männer
  • Hebelwerkzeuge wie ein Brecheisen und Schraubendreher sind immer noch das beliebteste Einbruchswerkzeug – danach folgen Zange, Schlüssel, Bohrer oder Hammer
  • Hunde, Gänse, Nachbarn und Licht sind die natürlichen Feinde des Einbrechers

Sicherheitsvorkehrungen schützen

Je mehr Zeit Einbrecher für den Einstieg ins Haus benötigen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie von ihrem Vorhaben absehen. Um also den Wohnungseinbruch so schwer wie möglich zu machen, müssen professionelle Sicherheitstechniken her, die das eigene Heim von ungebetenen Gästen schützen.

Da nicht jedes Gebäude in Deutschland mit einbruchssicheren Fenstern und Türen ausgestattet ist, hilft die moderne Technik für die Sicherheit. Stefan Gmyrek vom Portal für Videoüberwachung topsicherheit.de sagt dazu: „Je nach Wohnsituation gibt es unterschiedliche Maßnahmen, die effektiv vor Einbrüchen schützen können. Dabei muss es nicht immer gleich eine Überwachungskamera sein. Flutlicht mit Bewegungsmeldern können mitunter schon genügen.“

Der Fachmann von der topsicherheit.de, Hersteller von Videoüberwachung für sicherheitsrelevante Anwendungen, weiß, worauf es beim Schutz der eigenen vier Wände ankommt. Das Unternehmen liefert qualitative Systeme, die selbstständig installiert werden können. „Unsere Kunden können auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen. Wir planen, beraten und fertigen unsere Produkte selbst an.“

Selbstschutz durch Eigeninitiative

Moderne und professionelle Sicherheitssysteme sind zwar verlässliche Mittel gegen Wohnungseinbrüche, aber Sicherheit für das eigene Heim beginnt auch immer bei den Menschen selbst. Daher rät die Polizei, einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen für Türen und Fenster einzuhalten.

Alte und einfache Türen gleichen bei Einbrüchen einer Einladung, da sie in wenigen Sekunden entriegelt werden können. Haustüren, die nicht abgeschlossen und einfach zugezogen sind, können sogar ohne große Mühen geknackt werden.

  • Immer die Tür abschließen, bei Möglichkeit auch mehrfach
  • Das Sicherheitsschloss mit hochwertigem Zylinder einsetzen
  • Ein zweites Zusatzschloss ist ratsam, da es das Aufhebeln der Tür erschwert
  • Ein Sperrbügel verhindert das gewaltsame Aufstoßen der Tür

Fenster, die nicht einbruchssicher verbaut sind, lassen sich in der Regel leicht zerschlagen und aushebeln. Daher sind sie eine geeignete Angriffsfläche für Einbrüche und es gilt erhöhte Sicherheit.

  • Beim Verlassen der Wohnung bzw. des Hauses die Fenster immer vollständig schließen
  • Abschließbare Griffe verhindern den Einbruch bei zerschlagenen Fenstern
  • Sicherheitsbeschläge (Pilzkopfverriegelungen) schützen gegen ein Aufstemmen der Fenster
  • Das Zerschlagen des Fensters wird durch aufklebbare Sicherheitsfolie erschwert

Großstädte sind am häufigsten betroffen

Wohnungseinbrüche ereignen sich laut den Angaben der Polizei am häufigsten in Ballungszentren. In deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern sind zwar nur 30,8 Prozent der Bevölkerung ansässig, doch in diesen Großstädten ereignen sich mit rund 50 Prozent die meisten Einbrüche.

Werden diese Einbrüche am helllichten Tag verübt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieses Delikt in einer Großstadt verübt wurde. Ganze 56,4 Prozent der Wohnungseinbrüche gehen auf das Konto von urbanen Gebieten mit mehr als 100.000 Einwohnern.

Der Ablauf folgt häufig einem wiederkehrenden Muster. Kleine Gruppierungen von Kriminellen wählen ein passendes Wohnviertel vor und versuchen in die dortigen Häuser und Wohnungen einzubrechen. In Mehrfamilienhäusern verschaffen sich die Einbrecher eher durch Wohnungstüren zutritt, da sich der Einstieg durch Fenster und Fenstertüren als schwieriger erweist.

Ist ein Einfamilienhaus ins Visier von Einbrechern geraten, wird ein Einstieg durch die leicht zu erreichenden Fenster und Fenstertüren präferiert. Ungesicherte Nebeneingänge und Einstiegshilfen wie Mülltonen oder Leitern macht den Einbruch noch leichter.

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