Kaum weggewischt, schon wieder da

Diesen fatalen Fehler haben Sie beim Staubwischen auch schon gemacht

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Jeder hat beim Staubwischen so seine eigene Methode - auch wir haben Tipps.

Es ist eine Frage, um die sich gerne mal gestritten wird: Wird Staub trocken oder feucht gewischt? Über dieses und andere Probleme klären wir Sie auf.

Staubwischen und saugen gehört zu den unliebsamsten Aufgaben im Haushalt. Das Fiese daran: Egal wie gründlich man den Hausstaub entfernt - er kommt ratzfatz wieder zurück. Damit Sie Staub loswerden und er auch nicht mehr so schnell zurückkommt, gibt es jedoch den einen oder anderen Trick, der wirklich hilft. Wir erklären Ihnen alles, was es dazu zu wissen gibt.

Wie oft sollte Staub gewischt werden?

Wenn es um solch leidige Aufgaben geht, stellt sich natürlich sofort die Frage, wie oft diese erledigt werden müssen. Fleißige Bienchen wischen beinahe täglich alle Oberflächen und Armaturen ab. Die anderen vielleicht alle zwei Wochen. Am besten fällt das Staubwischen jedoch einmal wöchentlich an. Denn ab diesem Zeitpunkt wird die neue Staubschicht langsam sichtbar - schließlich sammeln sich täglich bis zu sechs Milligramm Staub auf einem Quadratmeter.

Feucht oder trocken: Wie und womit wische ich Staub am besten?

Wer sich schon des Öfteren am Staubwischen versucht hat, weiß, wie schnell sich die kleinen Partikel aufwirbeln lassen. Am Ende hat sich der Staub dann einfach woanders verteilt, als dass er tatsächlich entfernt wurde. Deshalb wird oft geraten, den Staub feucht zu wischen - doch auch das ist falsch. Denn hier macht man ebenso oft die Beobachtung, dass der Staub nur verschmiert wird.

Stattdessen kommt es auf die Wahl des richtigen Werkzeugs an: Wer nämlich ein trockenes, antistatisches Microfaser-Tuch benutzt, muss sich nie wieder über hässliche Staubhäufchen ärgern. Solch ein Tuch zieht den Staub quasi wie ein Magnet an - und schon brauchen Sie sich über umherwirbelnde Partikel keine Gedanken mehr machen.

Kann ich mit dem Staubsauger auch Staubwischen?

Typischerweise sucht man immer mit Möglichkeiten, sich die lästigen Arbeiten im Haushalt zu erleichtern. Deshalb ist man mancherorts der Meinung, dass das Staubsaugen auch als Staubwischen durchgeht. Dem ist allerdings nicht so. Zwar ist es möglich, zuerst den Boden zu saugen und dann zu wischen - und nicht andersherum -, denn so wird schon teilweise der grobe Dreck entfernt. Doch das Staubsaugen allein wirbelt auch viele Partikel auf, die dann im Endeffekt wieder auf dem Boden oder anderen Oberflächen landen. Deshalb sollte auch immer gewischt werden.

Tipp 1: Staubwischen hinauszögern - mit Weichspüler

Wer hätte gedacht, dass Weichspüler hervorragend beim Putzen eingesetzt werden kann? Oder besser gesagt dabei, das Staubwischen etwas hinauszuzögern. Dazu verteilen Sie einfach ein paar Tropfen des Weichspülers auf einem Microfasertuch und wischen damit die bereits abgestaubten Oberflächen ab. Wieso das Ganze? Weichspüler stößt Staub ab, da er auf den Armaturen wie eine Art Imprägnierung wirkt.

Tipp 2: Fenster auf beim Staubsaugen und wischen

Um den Staub dauerhaft zu reduzieren, müssen Sie ihn erst einmal gründlich entfernen. Das Problem dabei: Beim Staubwischen und Staubsaugen wirbeln Sie die feinen Partikel aus Hautschuppen, Teppichfasern und Schmutzpartikeln ordentlich auf. Hier hilft es, beim Putzen das Fenster zu öffnen und f ür Durchzug zu sorgen, denn der Luftstrom z ieht den aufgewirbelten Staub mit nach draußen und nimmt so die halbe Arbeit ab.

Übrigens: Damit gar nicht erst so viele Schmutzpartikel durch Abgase in die Wohnung kommen, sollten Sie lieber morgens gleich die Fenster für ein paar Minuten weit öffnen. So kommt weniger Staub ins Haus als bei gekippten Fenstern, die den ganzen Tag geöffnet sind. Ohnehin sollten Sie aus Gründen des richtigen Heizens auf gekippte Fenster verzichten.

Tipp 3: Das richtige Gerät

Achten Sie beim Staubsaugen außerdem auf ein gutes, saugstarkes Modell und vergessen Sie nicht, die Möbel gelegentlich abzusaugen. Antistatische Staubtücher vermindern ebenfalls, dass Staub beim Wischen wieder in die Luft gelangt. Tauschen Sie auch den Staubsaugerbeutel regelmäßig aus.

Tipp 4: Teppiche, Matratzen und Bettdecken gründlich ausklopfen

Ein weiterer wertvoller Tipp, um Staub los zu werden: Große Textilien wie Teppiche und Matratzen sollten etwa alle drei Monate mit dem guten alten Teppichklopfer ausgeklopft werden. Der Staubsauger saugt nämlich meist zu oberflächlich - den Tiefenstaub werden Sie mit der Klopfmethode besser los. 

Auch Bettdecken können ziemliche Staubfänger sein. Schütteln Sie Bettdecken und Kissen deshalb am besten jeden Morgen auf dem Balkon oder am Fenster aus.

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Tipp 5: Luftbefeuchter und Pflanzen einsetzen

Bei Staub wirkt befeuchtete Luft wahre Wunder, denn die Feuchtigkeit bindet Staub besser als trockene. Deshalb sollten Sie in den meisten Räumen (bis auf das Schlafzimmer) Zimmerpflanzen verteilen und gelegentlich feuchte Tücher über die Heizung hängen. Auch ein elektrischer Luftbefeuchter leistet hier gute Dienste. 

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Von Andrea Stettner und Franziska Kaindl

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