Festakt mit Gästen

100 Jahre Ortsverein Homberg: SPD noch gar nicht müde

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Sie standen im Mittelpunkt: Für ihre langjährige Treue zur Homberger SPD wurden im Rahmen des Festakts zahlreiche Männer und Frauen besonders geehrt. Das übernahm Unterbezirksvorsitzender Dr. Edgar Franke (rechts).

Homberg. Mit einer Prise Melancholie und einer Portion Optimismus feierte der SPD-Ortsverein Homberg am Samstagabend sein 100-jähriges Bestehen.

Bei der Feier mit 200 Gästen, unter ihnen viele Ehrengäste und langjährige Mitglieder, bot die Stadthalle Homberg einen würdigen Rahmen.

Festredner Thomas Oppermann (SPD), Vizepräsident des Deutschen Bundestages, war aus Göttingen angereist. „Wenn die SPD überall so aufgestellt wäre wie in Nordhessen und Südniedersachsen, hätte sie nicht 20, sondern 35 Prozent der Stimmen“, so der Politiker.

Oppermann, der sich ins Goldene Buch der Stadt eintrug, appellierte an die SPD-Mitglieder, nicht länger Nabelschau zu betreiben und sich um Zustand der Partei zu sorgen, sondern sich auf die Grundwerte der Sozialdemokratie zu besinnen. Alle Bürger müssten gleiche Chancen beim Zugang zu Bildung und Ausbildung haben. Jeder müsse das Recht haben, für seinen Lebensunterhalt selbst aufzukommen.

So würden im Rahmen der Digitalisierung zwar viele Arbeitsplätze wegfallen, jedoch auch neue entstehen. Wichtig sei es, dass sich niemand abgehängt fühle, „und dies muss von der Gesellschaft als Ganzes getragen werden“.

Der Festredner: Thomas Oppermann (links) trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Hinten Martin Herbold, rechts Dr. Nico Ritz.

Neben Oppermann waren auch SPD-Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Dr. Edgar Franke und Landtagsabgeordnete Regine Müller der Einladung gefolgt. In einer Gedenkminute würdigte Hombergs Ortsvereinsvorsitzender Martin Herbold den kürzlich verstorbenen Manfred Schaub, Vorsitzender des SPD-Bezirks Hessen-Nord.

In einem historischen Rückblick auf die Anfänge der Homberger SPD skizzierte Bernd Herbold das Leben und Wirken Friedrich Kramers, Gründer der Homberger SPD und Widerstandskämpfer. Herbold, der gemeinsam mit Rolf Mänken und anderen auch die Jubiläumschronik erstellte, baute in seinen anschaulichen Vortrag anschaulich die beeindruckende Rede von Otto Wels im Reichstag am 23. März 1933 gegen das Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten ein.

Schon im Foyer der Stadthalle waren die Festgäste von einer großformatigen Ausstellung zum Jubiläum begrüßt worden. Die Big-Band-Klänge der „Störlampe“, 1976 von Bernd Herbold an der Theodor-Heuss-Schule gegründet, sorgte an dem kurzweiligen Abend mit Funk und Jazz für musikalische Unterhaltung, während die Homberger „Dance Company“ unter Leitung von Petra Tourbier mit einem Tanz-Medley zu James-Bond-Filmmusik begeisterte.

Viele Ehrungen

Erhielt die Willy-Brandt-Medaille: Jürgen Kreuzberg.

Dass ein Ortsverein vom Engagement seiner Mitglieder lebt, zeigten die zahlreichen Ehrungen, die den 100. Geburtstag der Homberger SPD abrundeten. Mit der Willy-Brandt-Medaille, der höchsten Auszeichnung der SPD, würdigte der Ortsverein den vielseitigen Einsatz Jürgen Kreuzbergs, ehemaliger Vorsitzender und unter anderem seit 2011 Kopf der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 Plus. Zum Ehrenmitglied der Homberger SPD wurden Altbürgermeister Horst Gunkel (91) und in Abwesenheit Fritz Schuler (93) ernannt. Für ihr langjährige Mitgliedschaft im Ortsverein geehrt wurden Erika Hartrumpf, Karl Heinz Hartrumpf und Anni Cerba (40 Jahre), Hans-Achim Gutke und Reinhard Ganß (beide 25 Jahre); ferner in Abwesenheit Erna Sternkopf, Elke Lorenz und Manfred Lorenz (alle 40 Jahre) sowie Uwe Thiel (10 Jahre). (zkd)

Quelle: HNA

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