14-jährige Noémie Maria Klages aus Wolfhagen spielt im Bundesjugendorchester

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Junge Künstlerin mit ihrem Instrument: Noémie Maria Klages begeistert sich für das Cello und gehört nun auch dem Bundesorchester an. Foto: privat/nh

Wolfhagen. Die Nachwuchs-Cellistin Noémie Maria Klages aus Wolfhagen hat den nächsten Schritt auf der Karriereleiter erfolgreich absolviert: Sie wurde ins Bundesjugendorchester aufgenommen.

Den 100 leistungsstärksten Instrumentalisten aus der gesamten Bundesrepublik bietet das Bundesjugendorchester eine außergewöhnliche Förderung. Die hochbegabten jungen Musiker im Alter zwischen 14 und 19 Jahren konnten alle ihre Leistungen bereits bei verschiedenen Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ unter Beweis stellen. Trotzdem müssen sie ein hartes Probespiel bestehen, ehe sie aufgenommen werden. Diesem Wettkampf stellte sich auch Noémie Maria Klages.

Noémie begann ihre instrumentale Ausbildung an der Musikschule Wolfhager Land in der Celloklasse von Erika Umanez. Dort erwarb sie die ersten technischen Grundlagen und entdeckte ihre Leidenschaft für das Cello. Seit Oktober 2010 studiert sie im Hochbegabtenzentrum an der Hochschule für Musik Detmold.

Die 14-Jährige meisterte mit Bravour das schwierige Probespiel und überzeugte die Dozenten des Orchesters mit ihrer Interpretation des 1. Satzes aus der Sonate e-Moll von Johannes Brahms sowie des Scherzos von Daniel van Goens. Auch die geforderten drei technisch und musikalisch anspruchsvollen Fragmente aus bekannten Orchesterwerken spielte die Wolfhagerin überzeugend vor.

Noémie freut sich auf die neuen Herausforderungen und Erfahrungen: „Jetzt steht mir die spannende Musikwelt offen.“

Hintergrund

Der außerordentliche Standard des Bundesjugendorchesters resultiert aus der langjährigen kontinuierlichen Arbeit. Dozenten aus Musikhochschulen und großen Sinfonieorchestern, wie den Berliner Philharmonikern, bereiten die Nachwuchsmusiker in den einzelnen Instrumentengruppen auf die Arbeit im Gesamtorchester vor.

Die Instrumentalisten kommen drei Mal im Jahr für insgesamt knapp zwei Monate zusammen, um mit namhaften Dirigenten und erfahrenen Dozenten intensiv zu arbeiten und als Botschafter Deutschlands im In- und Ausland zu konzertieren.

Höhepunkt jeder Arbeitsphase ist die Konzerttournee. Circa 25 Konzerte pro Jahr führen das Bundesjugendorchester in die renommierten Konzerthallen von Berlin, Leipzig, Köln oder München. Auftritte in Baden-Baden oder beim Bürgerfest des Bundespräsidenten unterstreichen die bundesweite Bedeutung des Orchesters und seinen kulturpolitischen Auftrag. (red/nom)

Quelle: HNA

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