Zwei Wahlen im Kreis, drei in Homberg und Neukirchen

148.000 Menschen im Kreis wählen Landrat und Europaparlament

Schwalm-Eder. 148.000 Menschen im Schwalm-Eder-Kreis dürfen am Sonntag ihre Stimmen abgeben. Dann stehen zwei Wahlen auf dem Programm: die Europa- und die Landratswahl, in Homberg und Neukirchen zusätzlich Bürgermeisterwahlen.

Für die beiden kreisweiten Wahlen ist die Anzahl der Wahlberechtigten etwa gleich groß, erläuterte Kreiswahlleiter Jochen Dörrbecker. Allerdings ist der Personenkreis nicht völlig identisch. Das hängt damit zusammen, dass EU-Ausländer das Europarlament, aber nicht den Landrat wählen können.

Umgekehrt gibt es Fälle von Deutschen, die erst innerhalb der letzten sechs Monate vor der Wahl in den Kreis gezogen sind. Sie dürfen dann hier noch nicht über den Landrat abstimmen, wohl aber über die Europaabgeordneten.

Bei der Landratswahl tritt mit Amtsinhaber Frank-Martin Neupärtl (SPD) nur ein Bewerber ein. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Neupärtl mehr Nein- als Ja-Stimmen bekommen sollte, müsste die komplette Wahl neu gestartet werden. Dann könnten neue Bewerber ins Rennen gehen.

Interessant wird die Frage sein, wie hoch die Wahlbeteiligung wird. Laut Dörrbecker betrug sei bei der vergangenen Europawahl im Jahr 2009 knapp 39 Prozent. Bei der Landratswahl 2008 – damals gab es eine Gegenkandidatin für Neupärtl – 37 Prozent der Berechtigten in Wahllokal.

Höher werden dürfte die Wahlbeteiligung in der Kreisstadt Homberg, wo es besonders spannend wird. Dort stehen fünf Kandidaten zur Wahl um das Bürgermeisteramt. 11.159 Wähler können darüber bestimmen, wer die Nachfolge von Martin Wagner (CDU) antritt.

Auch in Neukirchen wird gewählt. Dort tritt nur ein Bewerber an, um Bürgermeister zu werden: Amtsinhaber Klemens Olbrich. Der 57-Jährige ist CDU-Mitglied, tritt aber als unabhängiger Kandidat an. 5883 Neukirchener sind wahlberechtigt. (ode/aqu/may)

Quelle: HNA

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