„Die CDU ist längst nicht so verstaubt“

16-Jähriger ist neues Mitglied im CDU-Ortsverband

Will sich für den Erhalt des Thermalbades einsetzen: CDU-Vorstandsmitglied Daniel Rudenko. Foto: Pflug

Bad Emstal. Jugendliche gelten oft als politikverdrossen. Ganz anders ist das im Fall von Daniel Rudenko. Seit Ende November ist er Vorstandsmitglied der Bad Emstaler Ortsgruppe der CDU.

Damit ist er im Landkreis einer der allerjüngsten, sagt der Kreisvorsitzende der CDU Kassel-Land, Frank Williges. Normalerweise engagieren sich so junge Menschen eher in der Jungen Union, sagt Williges. Rudenko hat sich aber für den Direkteinstieg entschieden, da die Junge Union in Bad Emstal nicht so gut aufgestellt sei und er glaubt, als Mitglied der CDU mehr verändern zu können.

Politik war dem 16-Jährigen schon länger wichtig, doch so richtig entbrannte seine Leidenschaft erst in der heißen Phase Wahlkampfes im Sommer: „Ich war auf einer Wahlkampfveranstaltung der CDU in Frankfurt. Dort haben auch Volker Bouffier und Angela Merkel Reden gehalten. Ihre Worte haben mich beeindruckt.“ Die Ideen der CDU seien realistischer als die der anderen Parteien und die Schnittmenge mit seinen eigenen Positionen am größten. „Die CDU ist längst nicht so verstaubt, wie viele denken. Sie ist offen für neue Ideen“, sagt der Zehntklässler. Auch die Ideen der CDU zum Thema Bildung überzeugten ihn.

„Bildung ist für mich ein zentrales Thema“, sagt Rudenko. Er befürwortet das dreigliedrige Schulsystem und die Möglichkeit, das Abitur nach acht Jahren zu erlangen. Für diese Überzeugungen möchte er sich auch auf kommunaler Ebene einsetzen. „Außerdem ist mir wichtig, dass Freizeitmöglichkeiten in Bad Emstal, wie das Thermalbad, erhalten bleiben“, sagt Rudenko.

In den Vorstand wurde er gewählt, da „er uns einen ganz anderen Blickwinkel eröffnet“, sagt Jörn Bochmann, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes. Auch außerhalb der Kommunalpolitik lässt Rudenko das Thema Politik nicht los, seit einiger Zeit setzt er sich auch für den Aus- und Aufbau der Schülervertretung an der Christine-Brückner-Schule ein.

Neben der Schule bleibe da kaum Zeit für andere Hobbys. Es hat noch keine weitere Sitzung seit seiner Wahl stattgefunden, doch Rudenko freut sich auf das nächste Jahr, wenn es wieder richtig losgeht. „Ich möchte mich für meine Gemeinde engagieren, die Interessen von Jugendlichen vertreten und habe auch schon viele Ideen, wie man neue Mitglieder anwerben könnte.“

Er weiß zwar noch nicht, ob er auch Politik studieren wolle, aber er sei in keinster Weise politikverdrossen: „Wenn man unzufrieden ist, dann muss man sich einbringen. Es ist unsere Zukunft, die gestaltet werden muss.“

Von Michaela Pflug

Quelle: HNA

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