18-mal rückte die Melsunger Feuerwehr vergeblich aus

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Einsatzbereit: Im vergangenen Jahr hätten die Feuerwehrwagen 18-mal auf dem Melsunger Gelände bleiben können.

Melsungen. Von den 137 Einsätzen der Melsunger Feuerwehr im vergangenen Jahr mussten die Feuerwehrleute 18-mal unverrichteter Dinge wieder abrücken. Der Grund: Fehlalarm.

Die meisten der Fehlalarmierungen wurden 2011 durch Brandmeldeanlagen verursacht. 14-mal wurde die Melsunger Feuerwehr nach Angaben von Wehrführer Lothar Schäfer fälschlicherweise durch Brandmeldeanlagen alarmiert. Dann trägt laut Schäfer der Betreiber der Anlagen die Kosten für den Feuerwehreinsatz.

Die genauen Kosten seien – je nach ausgerückten Fahrzeugen und Einsatzkräften – variabel. Die Personalkosten bei Brand- und Hilfeleistungen betragen nach Angaben von Bernd Hewig vom Melsunger Ordnungsamt 30 Euro pro Einsatzkraft und Stunde. „Die Kosten für Fahrzeuge liegen zwischen 10 Euro und 11 Euro pro Stunde“, sagt Hewig, der beim Ordnungsamt unter anderem für den Brandschutz zuständig ist.

In vielen Fällen rufen die Betreiber der Brandmeldeanlagen bei der Melsunger Feuerwehr an, sobald der Fehlalarm losgeht. Dann müsse nur ein Fahrzeug ausrücken um die Anlage wieder zurückzusetzen, erklärt Schäfer.

Wird der falsche Alarm von einer neuen Brandmeldeanlage ausgelöst – die vom Aufbau her fehlerhaft ist – stellt die Melsunger Feuerwehr laut Schäfer die Kosten für den Einsatz den Betreibern nicht in Rechnung. Ihnen soll zunächst die Möglichkeit eingeräumt werden, den Fehler zu beheben.

Problematisch sei es bei Fehlmeldungen von Privatpersonen, den Träger der entstandenen Einsatzkosten im Nachhinein zu ermitteln. Nach Angaben von Schäfer kommt es vor, dass bei der Feuerwehr fehlerhafte Anrufe eingehen, bei denen ein qualmender Last- oder Personenkraftwagen auf der Autobahn gemeldet wird. Den Anrufer später für die Kosten des Einsatzes zu belangen sei schwierig. „Häufig findet man dann keinen mehr“, sagt Schäfer.

„Wenn man nicht weiß an wen, kann auch kein Bescheid erlassen werden“, erklärt Hewig. Die Betriebskosten wie das Benzin muss in solchen Fällen die Stadt tragen.

Quelle: HNA

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