Der 19-Jährige Ingo Tempel führt den Ortsverein der Spangenberger SPD

Kommunalpolitik ist auch etwas für die Jungen: Ingo Tempel ist 19 Jahre alt und schon Vorsitzender des SPD-Ortsvereins in Spangenberg. Das Bild zeigt ihn auf der Melsunger Bartenwetzerbrücke. Foto: Schleichert

Spangenberg. Die Geschichte von Ingo Tempel und der Politik beginnt ganz anders als die derer, die in seinem Bücherregal stehen, von Helmut Schmidt und Konrad Adenauer. Sie beginnt vor einem Supermarkt in Spangenberg. Ingo Tempel steht unter dem Schirm der SPD und wirbt zum ersten Mal für sie. Ein Jahr später ist Tempel 19 Jahre alt und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins in Spangenberg.

„Es ging schnell“, sagt Ingo Tempel. Überrascht klingt er nicht. Im Juli 2010 hat er sich angemeldet, auf der Internetseite der Partei. Wenig später mischte er beim Wahlkampf mit, kandidierte bei der Kommunalwahl und wurde erster Nachrücker für die Stadtverordnetenversammlung.

„Ich möchte bald in der Stadtverordnetenversammlung sitzen.“

Im Frühsommer wählte der Ortsverein Tempel, eines seiner jüngsten Mitglieder, zu seinem Vorsitzenden. „Wenn junge Leute mal die Chance haben, etwas zu tun, sollten sie die auch nutzen“, sagt Tempel. Der Auszubildende zum Verwaltungsfachangestellten hält nun den Draht zu den Mitgliedern, er organisiert und verwaltet.

Vor wenigen Jahren hätte er lieber Fußball gespielt statt Politik gemacht. Die Sozialdemokraten waren ihm egal, so wie allen anderen Politiker. Später fand Ingo Tempel die SPD „ganz sympathisch“. Und dann kam Hannelore Kraft. Die Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens hat Ingo Tempel beeindruckt: „Die Frau ist echt stark“. Er hat sie im Fernsehen beobachtet, beim zähen Ringen um Mehrheiten. „Ihretwegen habe ich beschlossen einzutreten.“

Manch ein Bekannter handelt Ingo Tempel schon als den späteren Spangenberger Bürgermeister. Doch an so ein Amt will er nicht denken. „Noch nicht“, scherzt er. Zum Politik machen aber sei er alt genug: „Ich möchte bald in der Stadtverordnetenversammlung sitzen“, sagt der 19-Jährige. An jungen Politikern würde es dort mangeln: „Dabei brauchen die uns junge Leute.“

Quelle: HNA

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