2000 Euro für gefälschten Führerschein: 22-Jähriger muss vors Landgericht

Treysa. Hinterm Steuer ohne Führerschein, deshalb stand ein 22-Jähriger aus dem Altkreis Ziegenhain vor dem Amtsgericht in Treysa. Vergangenen Herbst war der Mann wochenlang im Kreisgebiet mit einem VW-Polo unterwegs - illegal.

Vor Gericht erschien der 22-Jährige ohne Verteidiger. „Den brauche ich nicht“, sagte er. „Alle Punkte der Anklageschrift sind richtig. Ich hatte keine Fahrerlaubnis“, gab er ohne Umschweife zu.

Für 2000 Euro habe er einen gefälschten Führerschein gekauft. Die Sache sei zunächst nicht aufgeflogen. Um die Fahrzeughalterin, die ihn mit ihrem Auto fahren ließ, zu schützen, habe er behauptet, den Führerschein in Bulgarien gemacht zu haben. Da der Angeklagte geständig war, verzichtete das Gericht auf die Zeugenaussage eines Polizeibeamten.

Der 22-Jährige stand in der Vergangenheit bereits mehrmals vor Gericht. Wegen Diebstahls, Computerbetrugs und Körperverletzung war er zu Jugendstrafen verurteilt worden. Nun musste er sich zum ersten Mal als Erwachsener vor Gericht verantworten.

Zum ersten Mal war er auch eines Verkehrsdeliktes angeklagt. Gegen den 22-Jährigen ist ein weiteres Verfahren am Landgericht Marburg anhängig. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen räuberischer Erpressung. Im Hinblick auf das anhängige Verfahren, wurde die Verhandlung vor dem Amtsgericht Treysa vorläufig eingestellt. (zhk)

Quelle: HNA

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