24-Jähriger gab in Großropperhausen Tipps zur Entwicklung der Persönlichkeit

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Bildet sich stets weiter und vermittelt sein Wissen in Seminaren: Jungunternehmer Jonathan Sierck hat ein Buch über erfolgreiche junge Menschen geschrieben. 

Großropperhausen. Fordernd, hinterfragend, schwer zu motivieren – der Ruf der jungen Generation ist häufig negativ. In der Gutshof-Akademie gab der Autor Jonathan Sierck jetzt vor Unternehmern einen Einblick in Überzeugungen und Wünsche der Jungen.

Wo liegen die Gründe für den schlechten Ruf derjenigen, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind, die sogenannten Millenials? Das wollte der 24-Jährige, der mit 17 Jahren seine erste Firma für Persönlichkeitsberatung in München gründete, genauer wissen und traf sich mit denen, die als Überflieger aus ihrer Generation herausstechen und versuchte durch Gespräche mit ihnen herauszufinden, warum sie so erfolgreich sind.

Der Schlüssel dazu liegt für Sierck im Umgang mit dem Scheitern. Denn egal, ob Rapper Kontra K, Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz oder Fußballer Joshua Kimmich: "Sie alle hatten den Mut, auch dann weiterzumachen, wenn es nicht gut lief", erläuterte Sierck und zieht aus seinen Interviews Erkenntnisse, die wichtig sind, um selbst erfolgreich sein zu können: "Wir jungen Menschen brauchen ein anderes Verständnis von Nehmen und Geben. Viele wollen erst Nehmen und dann Geben. Wer aber bereit ist, immer mehr zu geben, als von ihm verlangt wird, der wird auch Erfolg haben", ist sich der 24-jährige studierte Philosoph sicher.

Was die junge Generation von älteren abgrenze, sei, dass sie die erste Generation ist, die sich mit bestimmten Herausforderungen wie Krieg bislang nicht auseinandersetzen musste. Weil die grundlegenden Sicherheiten gegeben seien, hätten sich auch die Bedürfnisse und Wünsche der jungen Leute verändert. Geld allein reiche nicht mehr aus, um die besten Köpfe für sein Unternehmen zu gewinnen, warnt Sierck die Arbeitgeber. Viele strebten stattdessen nach Selbstverwirklichung und Herausforderungen.

"Wir wollen Mitgestalter sein", sagt Sierck. Die künftige Aufgabe der Arbeitgeber liege deshalb in der "Kunst der Befähigung". "Viele junge Menschen haben das Gefühl der Bevormundung. Ein guter Förderer sieht aber mehr in dir, als du selbst. Dadurch handele ich automatisch so, dass ich dieses Bild auch erfülle und bessere Resultate liefere", so der Jungunternehmer und Persönlichkeitstrainer.

Ein weiteres Problem sei unsere schnelllebige Zeit. "Wir müssen lernen, dass wir manche Dinge nicht sofort haben können, sondern wieder langfristig an einem Ziel arbeiten." Viele hätten Angst davor, etwas zu verpassen und schafften es so nicht, sich voll und ganz auf eine Sache zu konzentrieren.

Sierck saugt auf, was ihn fasziniert und weiterbringt. Dazu hat er sich auch das Schnelllesen beigebracht und schon gut 2000 Bücher durchgearbeitet. Sein Wissen gibt er in Seminaren und Vorträgen weiter. Die Persönlichkeitsentwicklung ist seine Mission geworden. Für die Zukunft plant der 24-Jährige den Ausbau seines Seminarprogramms zur Online-Akademie. So will er noch mehr Menschen erreichen und versuchen, sie auf ihrem Weg zum Erfolg zu unterstützen. 

Jonathan Sierck (24) wurde in Südafrika geboren und wuchs in Ingolstadt auf. Mit 15 Jahren kehrte er zurück nach Südafrika, wo er seinen Schulabschluss machte. Mit 17 gründete er seine erste Firma in München und machte parallel seinen Master in Philosophie. Er hält Vorträge und Seminare zu den Themen Mindset und Selbstoptimierung und arbeitet derzeit an seiner Promotion an der Münchener Ludwig-Maximilian-Universität. Sierck ist ledig.

Quelle: HNA

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