Autofahrer sollen sensibilisiert werden

Polizei: Beim Blitz-Marathon geht es um Sicherheit, nicht um Einnahmen

Schwalm-Eder-Kreis. Wer kennt das nicht: Der Motor tuckert, Musik erklingt im Auto, Landschaften sausen vorbei. Und plötzlich wird man von einem grellen Lichtblitz aus seinen Gedanken gerissen – oder von Beamten der Polizeistationen im Schwalm-Eder-Kreis.

Dort wurden am Donnerstag Temposünder beim bundesweiten 24-Stunden-Blitz-Marathon mit Lasergeräten aus dem Verkehr gezogen. „Bei den Kontrollen geht es nicht ums Geldmachen. Die Raser sollen ein Gefühl für die eigene Fahrgeschwindigkeit und das damit verbundene Unfallrisiko bekommen“, erklärte Polizeihauptkommissar Holger Rampe.

„Wir kontrollieren deshalb nur an Gefahren- und Unfallhäufungsstellen.“ Rampe war zusammen mit sechs Kollegen auf der Ascheröder Straße in der 30er-Zone am Schwalmgymnasium in Treysa im Einsatz. Innerhalb von zweieinhalb Stunden zog das Polizeiteam dort 20 Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit aus dem Verkehr. Der Schnellste unter ihnen hatte 56 km/h auf dem Tacho. „Davon geht nochmal eine Toleranz von drei Stundenkilometern ab“.

Die meisten Autofahrer trugen ihre Knöllchen mit Einsicht und Fassung, einige sogar mit Humor. Man habe das Schild übersehen, zu langsam reagiert oder schlichtweg nicht auf den Tacho geschaut, waren die Erklärungen. Die meisten Temposünder kamen mit einem Verwarnungsgeld davon – 15 Euro bei bis zu 10km/h, 15 Euro bei 11 bis 15 km/h und 35 Euro bei 16 bis 20 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit.

Nur bei drei Fahrern zeigte der Tacho bei der Messung mehr als 20 km/h zu viel an. Das ergab ein Bußgeld von 80 Euro und einen Punkt. Danach ging es für die Polizisten weiter nach Holzhausen und Gilserberg. Auch in Melsungen laserten die Beamten der Polizeistation eifrig. „Wir haben drei Orte ausgesucht, an denen wir zwischen 14 und 20 Uhr standen“, sagte Dienstgruppenleiter Rald Hruschka.

Innerhalb einer Stunde hatten er und seine drei Kollegen zwischen Obermelsungen und Elfershausen 75 Autos gemessen. Lediglich eines davon sei 36 km/h zu schnell gewesen. Drei andere Temposünder seien 20km/h zu schnell gefahren.

Von Jasmin Paul und Leona Nieswandt

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

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