Vier Männer und eine Frau aus dem Schwalm-Eder-Kreis und dem Landkreis Kassel verwickelt

250.000 Euro Schaden: Kripo fasst Betrüger-Bande

Schwalm-Eder. Der Kriminalpolizei Homberg ist ein Schlag gegen bandenmäßig organisierte Betrüger gelungen. Vier Männer und eine Frau stehen im Verdacht, mehrere Bankinstitute um mindestens 250 000 Euro betrogen zu haben.

Heimische Banken seien nicht geschädigt, heißt es von der Kasseler Staatsanwaltschaft. Ein 57-jähriger Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis sitzt in Untersuchungshaft. Drei Männer und eine Frau zwischen 26 und 68 Jahren aus dem Landkreis Kassel, der Stadt Kassel und dem Schwalm-Eder-Kreis wurden freigelassen. Wie die Polizei mitteilt, ermittelte die Arbeitsgruppe Dollar bereits seit Monaten gegen die Bande. Mit falschen Namen und anderen falschen Angaben eröffneten die Täter Konten und erschlichen sich Kredite.

Zuletzt aktualisiert um 16.55 Uhr.

Aufmerksam war die Polizei geworden, weil Banken wegen Unregelmäßigkeiten Anzeige erstattet hatten. Das Geld wurde „zum Teil auf verschlungenen Wegen“ gewaschen. Das Geld wurde so angelegt, dass die Herkunft verschleiert werden konnte. „Die Beschuldigten unterhielten zur Abwicklung ihrer Geschäfte Verbindungen nach Österreich, in die Schweiz und nach Tschechien“, sagt Reinhard Giesa, Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder. Der Zugriff der Polizei erfolgte bereits am Montag. Fünf Objekte im Schwalm-Eder-Kreis, in Stadt und Landkreis Kassel und in Nordrhein-Westfalen seien durchsucht worden, sagt Giesa. Unterstützt wurden sie von Kollegen der Hessischen Bereitschaftspolizei.

Bei den Durchsuchungen wurde Beweismaterial wie gefälschte Verträge, Datenträger und Computer sichergestellt. Die Auswertung werde noch dauern, sagt Giesa. Es sei aber wahrscheinlich, dass im Zuge der Ermittlungen weitere Straftaten bekannt werden. Ursprünglich war nur von einer Schadenssumme von 100 000 Euro ausgegangen worden, diese Summe habe sich aber schnell erhöht. (ddd)

Quelle: HNA

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