Gisela Witzel übergab Geld, das Menschen aus der Region für Flutopfer spendeten

28.000 Euro für Fischbeck

Aufräumarbeiten: Sie werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Fotos: dpa/privat

Melsungen. „Wir hatten das Gefühl, dass wir genau an der richtigen Stelle waren“, sagen Stefan Witzel und seine Mutter Gisela Witzel.

Vergangene Woche sind der Rechtsanwalt und die Melsunger Geschäftsfrau in die Gemeinde Wust-Fischbeck in Sachsen-Anhalt gefahren, um einen Scheck über 28 000 Euro für die Flutopfer zu übergeben. Geld, das Menschen aus unserer Region in den vergangenen Wochen gespendet hatten.

„Wir waren sehr überrascht und dankbar für die finanzielle Unterstützung“, sagt Bodo Ladwig, der Bürgermeister der Gemeinde Wust-Fischbeck. Nach dem Deichbruch am 9. Juni waren Teile der 1600 Einwohner zählenden Gemeinde geflutet worden. Man habe einen Runden Tisch gegründet, dem der Pfarrer und Bürger aus den besonders betroffenen Ortsteilen Fischbeck, Kabelitz und Wust angehören. Diese Kommission erstellt eine Prioritätenliste, nach der das Geld, das Gisela Witzel gesammelt hat, verteilt wird, sagt der Bürgermeister.

„Wir haben verabredet, dass sich jemand bei uns meldet, sobald klar ist, wer das Geld bekommt“, sagt Stefan Witzel. Eigentlich hatten er und seine Mutter geplant, das Geld einzeln zu verteilen, aber das sei nicht machbar gewesen, sagt der Rechtsanwalt. Beim Besuch vor Ort habe man deshalb entschieden, das die Prioritätenliste jemand erstellen müsse, der sich auskennt.

„Es ist schon schlimm zu sehen, dass die Menschen dort mit ihren Häusern nichts mehr machen können“, sagt Gisela Witzel.

Bodo Ladwig berichtet, dass viele der Häuser nach wie vor unbewohnbar seien. „Die Menschen hier sind mit dem Aufräumen und dem Entkernen ihrer Häuser beschäftigt“, sagt der Bürgermeister. Dennoch sei die Stimmung positiv und zuversichtlich. Besonders seit vom Landkreis zugesagt worden sei, dass Straßen und Infrastruktur wieder hergestellt werden.

Gisela Witzel will weitersammeln für die Menschen in Wust-Fischbeck. „Die Leute bringen mir immer noch Geld“, sagt sie. Und das will die 78-Jährige wieder persönlich abliefern.

Spendenkonto: Ktnr. 1020007249 bei der Kreissparkasse Schwalm-Eder (BLZ 52052154). Stichwort: Hochwasser.

Von Barbara Kamisli

28.000 Euro für Fischbeck

Quelle: HNA

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