Feste feiern in Ziegenhain vom 30. Mai bis 4. Juni

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Schwälmer Gesichter: In der Tracht fühlen sich auch die jüngsten Festzugsteilnehmer wohl.

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Wie in jedem Jahr beginnt die 290. Ziegenhainer Salatkirmes heute, am Mittwoch, mit dem Kirmesansingen auf dem Großen Paradeplatz. Seit 1728 wird die Salatkirmes alljährlich 14 Tage nach Pfingsten gefeiert. Vor 290 Jahren hatte Landgraf Karl die Bauern zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. Er kredenzte ihnen Kartoffeln und Salat, außerdem gab es reichlich Freibier. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Kartoffel ein noch relativ neues Lebensmittel in Europa. Die Spanier hatten sie Mitte des 16. Jahrhunderts von ihren Reisen aus Amerika mitgebracht, doch stieß der Anbau auf viele Vorbehalte. Landgraf Karl jedoch hatte schon sehr früh erkannt, dass die Kartoffel ein optimales Nahrungsmittel war, um den immer wieder herrschenden Hungersnöten etwas entgegen zu setzen. Die Ziegenhainer, deren Hauptlebensmittel damals noch Hirse war, waren zwar anfangs noch nicht von der ihnen unbekannten Frucht begeistert, aber der Salat schmeckte ihnen vorzüglich und das gemeinsame Fest war so erfolgreich, dass die Bürger es jedes Jahr wiederholten. Außerdem ließen sich die Landwirte auch nach und nach auf den Kartoffelanbau ein und schon bald sollte die Kartoffel vom deutschen Mittagstisch nicht mehr wegzudenken sein. Die Ziegenhainer Salatkirmes entwickelte sich in den folgenden Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten zu einem Volksfest, das von vielen Schwälmern besucht wird.

In diesem Jahr steht das Fest unter dem Motto: „Schwälmer Zeitreise in die 60er“. Am Sonntag widmet sich der Festzug, der einer der größten in der Kirmesgeschichte ist, dieser ganz besonderen Epoche und auch der Abend lädt zu einer Zeitreise in die 60er Jahre ein. (zcd)

Quelle: HNA

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