31 Mio. Euro-Projekt: Unternehmer wollen neue Windräder aufstellen

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Sie bauen auf Wind: Helmut Lompe aus Borken (links) und Michael Rudewig aus Mengsberg wollen im Gilserberger Hochland sieben Windräder durch neue, große ersetzen.

Gilserberg. Die Idee hat ihn schon zu Studentenzeiten fasziniert: Michael Rudewig aus Mengsberg wollte herausfinden, ob ein Windpark im Binnenland eine Chance hat. Heute, 20 Jahre später, weiß er, dass es funktioniert: Er betreibt 31 Windräder, vier davon stehen im Gilserberger Hochland.

Gemeinsam mit Geschäftspartner Helmut Lompe aus Borken, der im Hochland fünf Anlagen betreibt, will er nun einen Schritt weiter gehen: Sieben Anlagen in Appenhain und am Molkenberg in Gilserberg sollen ersetzt und vergrößert werden. Die Kosten: 31 Millionen Euro.

Die neuen Windräder sollen 180 Meter hoch sein, vom Boden bis zur Flügelspitze. Zum Vergleich: Die alten sind 100 Meter hoch. Noch befindet sich das sogenannte Repowering-Projekt im Genehmigungsverfahren. Für drei der sieben Windräder liegt die Genehmigung vor, bei drei weiteren steht sie kurz vor dem Abschluss, teilt Rudewig mit.

Der 44-jährige Mengsberger hat bereits Erfahrung mit großen, modernen Windrädern: Im benachbarten Speckswinkel betreibt er seit zwei Jahren sieben moderne, große Anlagen. Die beiden Investoren rechnen damit, dass in zwei Jahren alle Genehmigungen vorliegen und der Umbau beginnen kann. Dann können die alten Anlagen vom neuen Käufer abgebaut werden. Denn sie werden nicht verschrottet, sondern ins Ausland vermittelt, etwa nach Sardinien, Russland oder Chile. Die Vermittlung übernimmt eine Art Immobilienverwalter für Windkraftanlagen.

Die neuen Windräder werden vor Ort aus Einzelteilen zusammengesetzt: Bis zur Höhe von 85 Meter bestehen sie aus Betonschalen, die auf ein Fundament aufgesetzt werden, der Rest ist eine Stahlkonstruktion. „Für eine Windkraftanlage braucht man 50 Schwertransporter“, sagt Rudewig.

Wenn alle Genehmigungen vorliegen, wird es eine Bürgerversammlung geben, teilt Gilserbergs Bürgermeister Lothar Vestweber mit.

Von Claudia Feser

Quelle: HNA

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