48-Stunden-Aktion der Spangenberger Bewohner: Freibad ist jetzt schöner

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Entspannen im Strandkorb: Jörg Heidemeier und Holger Enzeroth freuen sich über das aufgehübschte Schwimmbad.

Spangenberg. Das Spangenberger Freibad ist bereit für die Eröffnung am 17. Mai - und schöner denn je. Dazu beigetragen haben zahlreiche Bewohner der Liebenbachstadt: In einer gemeinschaftlichen Aktion verschönerten sie das Bad innerhalb von 48 Stunden.

Anlass war eine Sendung des Radiosenders HR4 über den Spangenberger Verein Spangensteine: Ein Bestandteil der Sendung war, dass der Verein eine 48-Stunden-Aufgabe bewältigen musste.

Schon im Vorfeld wurde während einer Bürgerversammlung darüber abgestimmt, welche Aktionen die 48-Stunden-Aufgabe bestimmen sollten. Die Entscheidung traf letztlich der Radiosender: Der Verein Spangensteine sollte gemeinsam mit dem Verein Pro Aqua das Spangenberger Freibad für die neue Saison aufhübschen.

In Absprache mit dem Bademeister und Pächter Jörg Heidemeier machten sich dann ab Freitagnachmittag zahlreiche Spangenberger im Schwimmbad an die Arbeit. Bis kurz vor Beginn der Sendung waren sie beschäftigt.

„Der Erfolg liegt darin, dass sich viele Spangenberger an dieser Aktion beteiligt haben“, betont der 1. Vorsitzende des Vereins, Dr. Volker Mantey. Sämtliche Platten im Schwimmbad und der Terrassenbereich wurden von Unkraut befreit und gesäubert, die Strandlandschaft durchgeharkt und mit gespendeten Liegestühlen neu eingerichtet, Blumenkästen bepflanzt und aufgestellt, der Rasen gemäht und sogar die Wandfassade neu gestrichen. „Jetzt können wir getrost am 17. Mai die Saison im Schwimmbad eröffnen“, sagte Pächter Heidemeier.

Dies war allerdings nur eine von vielen weiteren Aufgaben, die die Spangenberger für die Radiosendung bewältigen mussten: Die Spangenberger mussten Fragen zur Stadtgeschichte beantworten, mit Kapla-Steinen einen Turm errichten und mit einer Kinderarmbrust einen Apfel vom Sockel schießen. Letztere Aufgabe fiel an den Spangenberger Bürgermeister Peter Tigges, der als ehemaliger Polizist des Schießens kundig war und den Apfel glatt vom Sockel schoss.

Für alle gelösten Aufgaben gab es Punkte, mit 3260 Punkten schloss der Verein Spangensteine die Veranstaltung ab.

Jetzt heißt es Daumen drücken für die Endrunde, damit der Hauptpreis von 5000 Euro nach Spangenberg geht.

Während der Live-Sendung gab es ein buntes Programm auf dem Spangenberger Burgsitz. Verschiedene Musik- und Tanzgruppen heizten den Zuschauern ein, so dass die Besucher schon zu Beginn der Sendung in Stimmung waren.

Gasthaus soll belebt werden

„Das Ziel, die Menschen in der Stadt zusammen zu bringen, ist voll erreicht worden“, unterstreichen die Vorstandsmitglieder Sabine Conti und Sabine Wunderlich. Jeder, sagte auch Holger Enzeroth vom Förderverein Pro Aqua, habe das Optimale geleistet. So richtete sich auch der ausdrückliche Dank der Organisatoren an die vielen Spangenberger, die aktiv dabei waren.

Sollte der Verein den Hauptpreis gewinnen, will er das leerstehende Gasthaus Stöhr mit einem Sofakino und einem französischen Bistro wieder zum Leben erwecken.

Von Gert Hirchenhain

Quelle: HNA

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