Mann hatte wenige soziale Kontakte

58-Jähriger lag drei Wochen lang tot in seiner Wohnung

Melsungen. Drei Wochen lang lag ein 58-jähriger Mann in Melsungen tot in seiner Wohnung. Laut Polizeisprecher Reinhard Giesa hatte der Mann nur wenige soziale Kontakte, weshalb sein Tod lange unbemerkt blieb.

Der Hausarzt des Mannes hatte schließlich die Polizei informiert: Er hatte sich gewundert, dass der 58-Jährige, der regelmäßig Medikamente einnehmen musste, nicht mehr in seiner Praxis erschienen war. Zuletzt hatte der Arzt seinen Patienten am 9. Januar gesehen.

Polizei und Feuerwehr brachen daraufhin die Wohnung am Mittwoch auf und fanden den Mann tot in seinem Bett. Er sei eines natürlichen Todes gestorben, sagte Polizeisprecher Giesa.

Es komme in unserer Region aber nur sehr selten vor, dass ein Toter so lange unentdeckt bleibe, erklärte Reinhard Giesa. Dazu seien die Beziehungen in der Nachbarschaft meist zu eng.

Die Polizei bekomme zwar häufig Anrufe von besorgten Menschen, die einen Nachbarn längere Zeit nicht gesehen hätten – aber dann stelle sich oft heraus, dass die vermisste Person einfach nur in Urlaub gefahren sei. (jul)

Quelle: HNA

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