Ausbildung bei der Bundeswehr

62 Soldaten absolvierten im Jägerbataillon in Schwarzenborn ihre Grundausbildung

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Gut getarnte Besprechung im Schwarzenbörner Jägerbataillon: Der Gruppenführer bespricht mit seinen Rekruten die Übungssituation , der sie sich zum Abschluss ihrer Grundausbildung stellen mussten. 

Schwarzenborn. Am Anfang des Soldatseins steht bei der Bundeswehr die dreimonatige Grundausbildung. Höhepunkt der Grundausbildung ist die zweieinhalbtägige Rekrutenbesichtigung.

Was ist das Ziel der Grundausbildung?

Im Jägerbataillon 1 in Schwarzenborn führt die Ausbildungs- und Unterstützungskompanie die Grundausbildung durch. Man lege hier die Grundlagen und bereite die Soldaten querschnittlich auf den Soldatenberuf vor, erklärt Kompaniechef Major Torsten Rickert: „Am Ende soll uns der Soldat beweisen, dass er sich durchbeißen und bis zum Ende durchhalten kann.“

Torsten Rickert

Wie viel Soldaten befinden sich zurzeit in der Grundausbildung?

Im Juni begannen 72 Soldaten, darunter drei Frauen, in der Knüllkaserne ihre Ausbildung, zehn brachen aus unterschiedlichsten Gründen ab. Im Gegensatz zu Wehrpflichtzeiten reicht heute das Alter der Rekruten von 17 Jahren bis 34, auch dies ist eine Herausforderung für die Ausbilder.

Warum interessiert man sich für diesen Beruf?

Er habe sich für das Militär entschieden, weil er familiär vorgeprägt sei und sich schon immer für die Bundeswehr interessiert habe, sagt Jason Concepcion. Andere suchen die körperliche und geistige Herausforderung. „Irgendwer muss es ja machen“, erklärt ein junger Rekrut lapidar.

Das Ziel im Blick: Der Gruppenführer weist seine Soldaten ins Gelände ein.

Was ist Thema der Ausbildung?

In der Grundausbildung werden die Frauen und Männer unter anderem im Umgang mit dem Gewehr G36 und Gefechtsdienst geschult. Auch politische Bildung steht auf dem Dienstplan. Es gehe darum, den Rekruten das Konzept des „Staatsbürgers in Uniform“ zu vermitteln, betont Major Rickert: „Was es bedeutet, Soldat mit allen Rechten und Pflichten zu sein.“

Rekruten beim Schlauchbootfahren auf dem Schwarzenbörner Teich. Erlebnisorientierte Elemente sollen das Selbstvertrauen und Teamgefühl der jungen Soldaten stärken. 

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Aufgrund der individuellen Vorkenntnisse und Fähigkeiten der Rekruten ist die Ausbildung nach dem Grundsatz vom Leichten zum Schweren aufgebaut. Um eine Überbelastung zu vermeiden, beginnen die Soldaten beispielsweise zunächst mit einem sechs Kilometer langen Gewöhnungsmarsch. Später erhöht sich die Marschstrecke auf 12 Kilometer. Während der Rekrutenbesichtigung erbringen die Soldaten dann mit Waffe, Gepäck und Ausrüstung eine Gesamtmarschleistung von bis zu 23 Kilometern.

Gut gesichert: Mit voller Ausrüstung geht es mit der Seilrutsche einen Abhang hinunter.

Was ist die Rekrutenbesichtigung?

Bei der Rekrutenbesichtigung zeigen die Soldaten, was sie gelernt haben. Um die Rekruten zu motivieren und das Selbstvertrauen zu steigern, enthält die Besichtigung auch immer erlebnisorientierte Elemente, wie die Fahrt mit Panzern oder das Überwinden einer Schlucht mit einer Seilrutsche. Mit solch besonderen Ausbildungsabschnitten wolle man zeigen, dass der Soldatenberuf auch Spaß machen kann, betont der Kommandeur des Jägerbataillons, Oberstleutnant Karsten Krämer: „Der Soldat soll im Team etwas leisten, worauf er stolz sein kann.“

Wie kommt das Ausbildungskonzept an?

Gut. Die Rekrutenbesichtigung sei interessant und mal etwas anderes, sagt Max Schmidtke aus Butzbach: „Im Gruppenrahmen zieht man das durch.“

Quelle: HNA

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