Die 700-Jahr-Feier hat begonnen - Festakt war herzlich und unterhaltsam

Ehrengäste, Vereinsvertreter und Sponsoren: Im Jubiläumsjahr gingen mehr als 6000 Euro als Spenden an die Vereine. Fotos:  Rose

Schwarzenborn. Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Kaufmann hielt es am Freitagabend ganz wie einst Shakespeares Hamlet: „Weil Kürze denn des Witzes Seele ist, fass‘ ich mich kurz.“ Ebenso bat er alle, es zu halten, so fielen die guten Wünsche zur 700-Jahr-Feier entsprechend kurz, knapp, aber treffend aus.

„In Zeiten kommunaler Selbstverwaltung übernehme ich auch die Verantwortung für das Wetter - das bringen ja sonst eigentlich die Gäste mit“, stieg Kaufmann launig in den Abend ein. Viel gebe es über die Stadt zu erzählen: „Doch ich will ihnen und mir wissenschaftliche und historische Abhandlungen ersparen.“ Was er mit dem Jubiläum in erster Linie verbinde, sei Dankbarkeit. „Der Bürgersinn ist von Generation zu Generation weiter gegeben worden“, erklärte Kaufmann. Nachdem die Stadt 1636 fast vollständig nieder gebrannt wurde, hätten gerade noch 100 Menschen in Schwarzenborn gelebt: „Und wir reden heute vom demografischen Wandel, der uns Angst macht.“ Zwar sei die Stadt finanziell gesehen eine arme Stadt - „aber der Reichtum sind die Menschen“.

Auf die 675-Jahr-Feier Schwarzenborns im Jahr 2004 ging Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke ein: „Die Zeit läuft ja hier immer schneller“, scherzte er. Kaufmann konterte schlagfertig: „Die Schwarzenborner feiern die Feste, wie sie fallen.“ Entsprechend klein fiel dann auch die Urkunde vom RP aus, die Lübcke an den Bürgermeister überreichte: „Auch wir müssen sparen“, schob er nach.

Für die Landtagsabgeordnete Regine Müller wurde sogar ein Tusch gespielt, der sich jedoch als längeres Anspiel aus der sich selbständig gemachten Musikanlage erwies. Die SPD-Politikerin blieb locker und fragte in die Runde: „Ihr spielt mir jetzt hier doch keinen Schwarzenborner Streich?“ Oberst Gunter Schneider war aus „dem größten Schwarzenborner Stadtteil“ - der Kasaerne - in die Kulturhalle gekommen. Er dankte für die tiefe Integration und die Solidarität in der Bevölkerung - insbesondere im Hinblick auf die Auslandseinsätze.

An die Vorgabe „mach es kürzer“ hielt sich Oberaulas Bürgermeister Klaus Wagner, der für seine Kollegen aus Neukirchen, Ottrau, Homberg sowie den Hessenforst sprach. Er überreichte einen Gutschein für Bäume. In Schwarzenborn bekommt jedes Neugeborene sein eigenes Exemplar gepflanzt. Danach stießen die Gäste ausgiebig und bei Musik von Armin Honisch auf das Stadtjubiläum an.

- Samstag. hr3-Diskoparty mit Tobias Kämmerer ab 20 Uhr in der Kulturhalle.

- Am Sonntag zieht der Festzug ab 14 Uhr durch die Stadt, Aufstellung ist ab 13 Uhr in der Oberaulaer Straße. Ab 15 Uhr gibt es Musik und Tanz in der Kulturhalle.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare