Anhänger mit großen Mängeln

A 44: Polizei stoppt Vieh-Lkw

Breuna. Ein Lkw, der auf einem Anhänger 180 Schweine transportierte, ist der Autobahnpolizei am Montagmorgen am Rasthof „Elsinger Höhe“ an der A 44 bei Breuna aufgefallen.

Wie ein Polizeisprechersprecher sagte, habe aufgrund der Schieflage des Anhängers der Verdacht nahegelegen, dass die Federung mangelhaft war.

Der 49-jährige Fahrer aus Paderborn hatte seinen Lkw gerade betankt, als die Beamten auftauchten. Bei der Kontrolle kamen weitere gravierende Mängel zum Vorschein, sodass ein Gutachter hinzugezogen wurde. Dieser nahm den Anhänger unter die Lupe und sprach von einer „tickenden Zeitbombe“. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis der Anhänger auseinander breche. So waren an mehreren Stellen der Rahmen gebrochen, beide Achsen lose, die Bremsanlage defekt, die Federung mangelhaft und wichtige Bauteile mit nicht zugelassenen Schrauben provisorisch repariert worden.

Der Gutachter stufte den Anhänger als absolut verkehrsunsicher ein. Die Beamten legten ihn still. Der Fahrer musste sich um einen Ersatz-Lkw bemühen, um die lebende Fracht nach Weißenfels in Thüringen transportieren zu können. Erst nach fünf Stunden wurden die Tiere umgeladen und die Fahrt zum Schlachthof fortgesetzt.

Der Fahrer hatte der Polizei einen Prüfbericht vom Dezember 2012 vorgelegt, in dem bei der Hauptuntersuchung keine Mängel festgestellt worden waren. Gegen den Prüfer wird nun ein Strafverfahren wegen Verdachts der mittelbaren Falschbeurkundung eingeleitet, da die Mängel zu dieser Zeit schon bestanden haben müssen. Den Fahrer und Halter erwarten Bußgelder. Hinzu kommen die Kosten des Sachverständigen und der Umladeaktion. Zudem muss sich der Fahrzeughalter um einen Abtransport seines Anhängers kümmern, der auf den eigenen Rädern nicht mehr bewegt werden darf. Um die Weiterfahrt zu unterbinden, sicherten die Beamten den Anhänger mit einer Kette. (ant)

Quelle: HNA

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