Polizei ermittelt - Zeugen gesucht

Versuchte Tötung auf A7 bei Knüllwald: Gegenstand von Brücke auf Auto geworfen

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Der Fahrer hätte sterben können: Das ist der weiße Lieferwagen des Mannes aus Hannover. Der gegenstand, der von der Brücke auf die A7 geworfen wurde ließ seine Windschutzscheibe zerbersten. Der Einschlag erfolgte auf der Beifahrerseite. Der 37-Jährige hatte großes Glück und blieb unverletzt.

Knüllwald. Die Polizei Homberg ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Auf der A7 bei Knüllwald hat ein Unbekannter einen Gegenstand von einer Brücke auf ein fahrendes Auto geworfen.

Der Vorfall ereignete sich laut Polizeibericht bereits am späteren Mittwochabend. Ein Mann aus Hannover war am Mittwoch kurz vor 22 Uhr auf der Autobahn 7 mit seinem Lieferwagen in Richtung Süden unterwegs. Auf Höhe des Knüllwalder Ortsteils Reddingshausen befindet sich - ganz in der Nähe einer Baustelle auf der Autobahn - die Reddingshausener Brücke, die über die A7 führt. Der 37-Jährige im Transporter bemerkte in der Dunkelheit eine dunkel gekleidete Person auf der Brücke, die ihn kurz darauf in Lebensgefahr bringen sollte: Denn plötzlich warf die unbekannte Person laut Polizei einen Gegenstand von der Brücke. Vermutlich handelte es sich um einen Klotz aus Holz oder einen größeren Stein. Der Lieferwagen wurde von dem Gegenstand getroffen. Die Windschutzscheibe zerbarst dadurch. Der Autofahrer blieb unverletzt.

Nach Angaben der Polizei fuhr der Mann aus Hannover langsam weiter bis zum  Autobahnparkplatz Pommer. Als er dort ankam, verständigte er sofort die Polizei. Diese leitete direkt danach eine Fahndung nach dem Unbekannten ein. Die Fahndung blieb jedoch erfolglos. 

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft in Kassel wurde nun offiziell ein Ermittlungsverfahren wegen des "Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr" und wegen eines "versuchten Tötungsdelikts" eingeleitet.

Am Donnerstag ging es mit der Spurensicherung auf der A7 weiter. Nahe der Brücke, von der der Gegenstand geworfen wurde, sperrten Beamte die A7 zwischen 13 und 14 Uhr 20 Minuten lang komplett. Bis 14.20 Uhr war dann nur noch der äußerst rechte Fahrstreifen in Richtung Süden gesperrt. Das Ergebnis der Spurensuche: Mehrere Gegenstände wurden von der Polizei gefunden. Allerdings wird noch geprüft, ob und wie sie mit der tat in Zusammenhang stehen.

Nun sucht die Polizei nach Zeugen, die am Mittwochabend, 7. Juni 2017, etwas bemerkt oder beobachtet haben. Hinweise an die Polizei bitte telefonisch an die Nummer: 05681/774-0

Quelle: HNA

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