Harry Heib und Timo Bader präsentierten Show zum fiktiven Geburtstag des Entertainers

Aber bitte mit Udo Jürgens

Vorneweg: An Schwung und Temperament fehlte es Harry Heib als Udo Jürgens nicht. Gemeinsam mit Timo Bader am Klavier unterhielt er das Publikum an der Freilichtbühne in Gudensberg. Fotos:  Eberlein

Gudensberg. Eine lange Nacht bescherten Sänger und Schauspieler Harry Heib und Timo Bader am Klavier dem Publikum an der Märchenbühne in Gudensberg – eine lange Nacht mit den Liedern von Udo Jürgens. Etwa 150 Zuschauer waren in den Stadtpark gekommen, um die Show der beiden Künstler zu sehen und schon mal den 100. Geburtstag von Udo Jürgens zu feiern. Für den hat der 77-Jährige aber noch 23 Jahre Zeit.

Heib und Bader waren sich einig, dass man die Zeit einfach aufrunden sollte. Schließlich klänge „Alles Gute zum 100.“ viel besser.

Es war kein reiner Best-of-Udo-Abend, den die Zuschauer erlebten. Natürlich fehlten die großen Hits wie „Aber bitte mit Sahne“, „Mit 66 Jahren“, „Das ehrenwerte Haus“ und „Vielen Dank für die Blumen“ nicht: Heib und Bader konzentrierten sich jedoch mehr auf Lieder, deren Texte eine gewisse Tiefgründigkeit mitbringen. So fanden auch „Lieb Vaterland“, „Einen Drachen bauen“ und „Schöner wohnen“ Platz im Programm.

Nach einer kurzen Pause wurde die Bühne partymäßig geschmückt. Heib imitierte Howard Carpendale, Udo Lindenberg und Herbert Grönemeyer, die gekommen waren um dem imaginären Geburtstagskind zu gratulieren.

Erst zum Ende des Abends stellte sich heraus, dass es am Samstagabend mit Timo Bader sogar ein echtes Geburtstagskind gab, dem das Publikum spontan ein Ständchen sang. Und weil bei einer Show um Udo Jürgens der Bademantel nicht fehlen durfte, verabschiedeten sich Heib und Bader in quietsch-orangefarbenem Frottee-Mantel.

Harry Heib und Timo Bader kommen aus Düsseldorf. Die Idee für das Udo-Jürgens-Programm hatten sie vor vier Jahren. Anstoß war das Lied „Ich war noch niemals in New York“. „Bei dem Lied singen immer alle ganz euphorisch mit, dabei ist der Text eher zum Heulen“, sagte Bader. Diese Spannung wollten sie in ihrer Show vertiefen.

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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