Altbürgermeister Heinz Dittmar ist tot

Abgesang auf den Bergbau war bitter

Frielendorf. Im Alter von 87 Jahren ist Heinz Dittmar gestorben. Er war von 1961 bis 1972 Bürgermeister von Frielendorf.

Bei der Trauerfeier Anfang der Woche würdigte Bürgermeister Birger Fey Dittmars Schaffen. „Zwölf Jahre lang agierte er als beliebter und anerkannter Bürgermeister“, sagte Fey. Dittmar sei ein ausgewiesener Verwaltungsfachmann gewesen, der sich durch Menschlichkeit und Kompromissbereitschaft auch in schwierigen Zeiten ausgezeichnet habe. Denn „schon zu Beginn seiner Amtszeit zeichneten sich kritische Entwicklungen für den traditionellen Bergbaustandort ab“.

Die Schließung der Zeche 1968 habe Dittmar zu seinem großen Bedauern nicht verhindern können. In dieser Situation habe er sich für den sozialen Ausgleich für die vielen betroffenen Arbeitnehmern eingesetzt und sich für andere wirtschaftliche Perspektiven stark gemacht. An der positiven Entwicklung Frielendorfs trotz des Niedergangs des Bergbaues habe Heinz Dittmar maßgeblichen Anteil.

Geboren wurde der spätere passionierte Jäger im April 1923 in Kassel. 1937 begann er eine Verwaltungslehre bei der Stadt Treysa. Dort war er beschäftigt, bis er im Oktober 1940 als Soldat in den Zweiten Weltkrieg musste. Nach der Kriegsgefangenschaft fand er Arbeit in der Mühle Wagner in Ziegenhain und wurde Müllermeister, bevor er 1954 als Verwaltungsangestellter zum Kreis Ziegenhain und danach als Stadtsekretär beziehungsweise Stadtobersekretär zur Stadt Ziegenhain wechselte.

Im Februar 1961 wurde Heinz Dittmar dann hauptamtlicher Bürgermeister in Frielendorf. (aqu)

Quelle: HNA

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