Schüler führten Stück auf

William Shakespeare hielt Einzug in der Wilhelm-Filchner-Schule

Ein Sommernachtstraum: Helena (Lea Rabanus) und Lysander (Lukas Nelle), hinten Puck (Sina Dörr) und Obeon (Simon Heimerl). Fotos: zih

Wolfhagen. Alle Anstrengungen und Hektik hatten endlich ein Ende. Seit Herbst vorigen Jahres laufen die Proben für die Komödie „Ein Sommernachtstraum" von William Shakespeare. 

Die Abiturienten der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule (WFS) des Kurses Darstellendes Spiel haben unter Leitung von Lehrerin Angelika Scharfe das Stück aufgeführt.

In gleich drei Aufführungen bewiesen die Schüler schauspielerisches Geschick. Dafür hatten sie den Großgruppenraum zur Theaterbühne umfunktioniert. Die jungen Schauspieler gaben nicht die gesamte Handlung des Shakespeareschen Sommernachtstraums zum Besten, sondern nur jenen Part, der im antiken Athen und in einem an die Stadt grenzenden verzauberten Wald spielt.

Bezaubernd: Kim Pflüger spielt die Titania. Hier wacht sie neben Zetterl (Dominik Mütze) auf.

Im Mittelpunkt der Liebesgeschichte steht die Hochzeit von Theseus, Herzog von Athena und Hippoyta, Königin der Amazonen einerseits, sowie die der Liebespaare Lysander, Demetrius, Hermia und Helena. Der Kobold Puck lebt dabei sein boshaftes Verwirrspiel um Liebe und Triebe nach Herzenslust aus und wirbelt die durch den Zauberwald irrenden Paare ausgiebig und lustvoll durcheinander. Dem allen setzen die hitzig-intriganten Neckereien zwischen dem Elfenkönigspaar Oberon und Titania noch die Krone auf, wobei sich durch das Liebeskraut, das Puck den handelnden Protagonisten im Schlaf in die Augen streut, sich Titania gar zwischenzeitlich in den in einen Esel verwandelten Handwerker Zettel verliebt. Am Ende aber gibt es für alle Paare ein Happyend.

Ihre Inszenierung mit Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Henry Mancini, Karl Friedrich Zelter und Heino Gaze haben die Schüler stark an den mit Michelle Pfeiffer, Kevin Kline und Rupert Everett in den Hauptrollen verfilmten Sommernachtstraum von Regisseur Michael Hoffmann angelehnt.

„Ursprünglich wollten wir ein ganz anderes Stück aufführen, die tragische Komödie „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt. Doch hier sind wir an unsere Grenzen gestoßen“, sagt Angelika Scharfe. Zum Glück: Mit dem Sommernachtstraum haben die Darsteller einen großen Wurf gelandet. 

Quelle: HNA

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