24 Teams kämpften und schwitzten beim traditionellen Spiel ohne Grenzen

Abkühlung im Matschfass beim Zierenberger Viehmarkt

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Schlammbad: Im Dreck waren zwei gleichfarbige Bälle versteckt.

Zierenberg. Das war schon hart am Limit. Über 30 Grad, pralle Sonne und nur wenig kühlende Brise brachten manch Teilnehmer am Samstagmittag hart an die Grenze, obwohl gerade auf die bei den Spielen zum Zierenberger Viehmarkt traditionsgemäß verzichtet wird.

Augen zu und durch, lautete da das Motto der 24 teilnehmenden Teams, überwiegend Vereine und Gruppen aus der Kernstadt sowie den Stadtteilen, entpuppten sich als Kämpfernaturen. Sie schwitzten und ackerten, buckelten und kämpften an den zwölf Stationen des zum Tropen-Wettkampf gewordenen Spieles ohne Grenzen gegen die Stoppuhr der Schiedsrichter und strotzten nur so vor Siegeswillen.

Nicht alle Aufgaben waren da so harmlos wie das Hufeisenwerfen an Station eins. Der von den Altherren organisierte Spieleparcours direkt neben dem Festplatz hatte es nämlich wieder einmal in sich. Wasserbeförderung mit reichlich Körperkontakt im luftgefüllten Reifenschlauch, auf überdimensionalen Massenskiern oder beim „Krankentransport“ auf der Liege - zu gern hätten die Spieler das kühle Nass zur Erfrischung über ihre Köpfe geschüttet, wäre es in den Eimern am Ende einer jeden Station nicht so wichtig für die heißersehnten Siegespunkte gewesen. Nur gut, dass bei der Schwammkette manch erfrischende Spritzer nicht zu verhindern waren und im Kampf mit der Sommerhitze zumindest einen Hauch Abkühlung brachten. So wurde selbst der mit Moorschlamm gefüllte Bottich zur willkommenen Abkühlung, von dessen Boden es zwei gleichfarbige Bälle ans Tageslicht zu befördern galt. Noch besser: Da der zurückgebliebene Dreck ja auch irgendwie wieder runter musste von den verschwitzten Körpern, hatte die Feuerwehr eine improvisierte Dusche aufgebaut - und die wurde dann auch zur beliebtesten Station der diesjährigen Viehmarktsgaudi, wenn auch außer Konkurrenz.

Abkühlung jedenfalls hat sie gebracht, zumindest bis zur Preisverleihung im Festzelt, wo es wieder ordentlich heiß wurde, nicht nur in Sachen Temperaturen.

Unter lautem Gejohle und Gesang wurden die Siegerteams gekürt, allen voran die Leutzewärter Bruderschaft, die mit 244 Punkten den Sieg für sich verbuchte.

Quelle: HNA

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