Ernährungsexpertin Stephanie Euler erklärt die Unterschiede zwischen Fasten und gesunder Ernährung

Abnehmen oder fasten: Auf die Menge kommt es an

Anstatt Hungern: Diätassistentin Stephanie Euler aus Görzhain zeigt anhand der Ernährungspyramide, was auf den Teller gehört. Foto: Schittelkopp

Görzhain. „Viele Menschen nehmen die Fastenzeit zum Anlass, um ihre Ernährungsgewohnheiten zu überdenken“, weiß Stephanie Euler, Ernährungsberaterin und Diätassistentin, aus Erfahrung. Beim Fasten gebe es unterschiedliche Methoden.

Beliebt ist das so genannte Heilfasten. Es soll im Gegensatz zum religiösen Fasten der Entgiftung des Körpers dienen. Viel trinken und Darmentleerungen gehören dazu. In dieser Zeit nimmt der Fastende nur Gemüsebrühe und Säfte zu sich. Durchschnittlich eine Woche wird auf Nahrung verzichtet. „Ich rate, nur unter ärztlicher Kontrolle zu fasten“, betont die Diätassistentin.

Beliebt ist in der Fastenzeit auch der Verzicht auf schlechte Angewohnheiten oder liebgewordene Laster. Süßigkeiten, Alkohol und Koffein sind dafür Beispiele. „Man sollte sich konkrete Ziele setzen“, rät Stephanie Euler.

So habe man eine bessere Kontrolle über seine Erfolge. Dies kann auch bedeuten, dass man sich vornimmt, täglich einen Apfel zu essen. Generell betont sie, dass jedes Nahrungsmittel, auch Schokolade oder ein Glas Wein, zu einer ausgewogenen Ernährung gehörten: „Es kommt auf die Menge an.“

Von Blitzdiäten oder einseitiger Ernährung rät sie ab. Wer etwas für seine Gesundheit und Figur tun möchte, dem empfiehlt Stephanie Euler einige Grundregeln.

Empfehlenswert ist es, eineinhalb bis zwei Liter am Tag zu trinken: Wasser, Tee oder Saftschorle. Die Basis bilden drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst täglich. „Als Maßeinheit gilt die eigene Handfläche.“ Wer sich daran hält, muss nicht hungern. Übrigens: auch Nüsse zählen zu dieser Kategorie.

Kohlenhydrate müssen sein

Auch Brot, Nudeln und Reis gehören auf den Speiseplan. Euler empfiehlt Vollkornprodukte. „Keine Kohlenhydrate zu essen ist nichts für lange Zeit“, weiß sie. Wer abnehmen möchte, dem rät sie: durchhalten. Am Anfang verliert man schnell an Gewicht, später schmilzen die Kilos langsamer.

Auch Fleisch, Wurst und Fisch gehören zu einer gesunden Ernährung ebenso wie gute Fette und Süßigkeiten. Wichtig sei es auf versteckte Fette wie in Chips zu achten und das Genießen der süßen Speisen wiederzuentdecken. Ein Stück Schokolade ist in Ordnung, eine ganze Tafel dagegen nicht.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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