Zentraler Zugang kommt: Abrissarbeiten an der Obertorstraße gestartet

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Weg mit den Gefachen: Franz Gövert (Firma Fröde) arbeitet mit einem Brecheisen.

Homberg. Die Genehmigung zum Bauen liegt seit Anfang Dezember 2016 vor. Jetzt rückten die Bauarbeiter an der Obertorstraße 1 in Homberg an.

Staub wirbelt aus dem Eingang der ehemals an der Obertorstraße 1 ansässigen Kreissparkasse. Im Inneren des Gebäudes neben der stark sanierungsbedürftigen Engelapotheke ist lautes Poltern und Scheppern zu hören.

Seit einigen Tagen wird der rechte Teil des Gebäudes für weitere Baumaßnahmen vorbereitet: Für die gemeinsame, barrierefreie Erschließung des Gebäudes und der benachbarten ehemaligen Apotheke werden Teile der Innenwände und der Treppenzugang bis zur 2. Etage in der Obertorstraße 1 entfernt.

Bereits im September vergangenen Jahres hatten die Homberger Stadtverordneten beschlossen, ein gemeinsames Treppenhaus, einen Aufzug und einen zentralen Zugang für die beiden Häsuer am Marktplatz zu schaffen. Aus baurechtlicher Sicht bestehen laut Landrat Winfried Becker keine Einwände gegen die Abrissarbeiten.

Eine Baugenehmigung für den Umbau und die Sanierung der ehemaligen Apotheke sowie den Neubau des Treppenhauses mit Aufzug im Gebäude an der Obertorstraße 1 liege seit dem 7. Dezember 2016 einschließlich der denkmalschutzrechtlichen Genehmigung vor.

Arbeiten sollen im Mai abgeschlossen sein

Die Fenster im zweiten Obergeschoss stehen sperrangelweit offen. Wenn Franz Gövert, Mitarbeiter der Firma Fröde, die Gefache zwischen den Holzbalken einer Raumwand entfernt, bröckelt alte Farbe und trockener Lehm. Stroh kommt ans Tageslicht. „Für die Wand haben meine Kollegen und ich etwas mehr als einen Tag gebraucht“, sagt Gövert und blickt auf die einsamen Holzbalken, die nun zwischen zwei Räumen im 2. Obergeschoss freiliegen. Bis Mai sollen diese Abrissarbeiten laut Heinz Ziegler vom Homberger Bauamt andauern.

Da das Gebäude wesentlich jünger sei als die 350 Jahre alte Engelapotheke, seien katastrophale Schäden, wie man sie bei den Freilegungsarbeiten im benachbarten Fachwerkhaus fand, nicht zu erwarten. „Der Bauherr und die beauftragte Baufirma führen wöchentliche Baubesprechungen“, sagt Ziegler. So könne schnell gehandelt werden, sollten unerwartete Schäden auch in der Obertorstraße 1 dennoch sichtbar werden.

Quelle: HNA

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