Rudolf Möses Amtszeit als Vorsitzender der Kreissynode im Kirchenkreis Wolfhagen endet

Abschied mit Bedauern

Nimmt im Januar Abschied: Rudolf Möse (links), Vorsitzender der Kreissynode im Kirchenkreis Wolfhagen, hat das 70. Lebensjahr erreicht und muss sein Amt niederlegen. Die Zusammenarbeit mit Dekan Dr. Gernot Gerlach bezeichnet er als konstruktiv. Foto: Dreisbach

Wolfhagen. Wenn im Januar die Kreissynode des Kirchenkreises Wolfhagen nach der Kirchenvorstandswahl im Herbst dieses Jahres erstmals wieder zusammentritt, endet die Amtszeit der alten Kreissynode. Und damit auch die Amtszeit des Vorsitzenden Rudolf Möse. Dabei hätte er gern weitergemacht. Aber er hat das 70. Lebensjahr vollendet. Nach der umstrittenen Entscheidung der Landessynode darf er nicht weitermachen.

Und das tut ihm leid. Sechs Jahre lang hat Rudolf Möse das Amt wahrgenommen, das seit Anfang der 1970er Jahre immer ein Nichttheologe innehat. Rechtsanwalt Hans Braun war seinerzeit der erste „Laie“ in diesem Amt, dem Rechtsdirektor Gerhard Ziegler, Dr. Detlev Nolte und Förster Friedrich Vollbracht folgten.

Möse, emeritierter Studiendirektor, hat die Verantwortung gern getragen, die mit dem Amt verbunden ist. Er bezeichnet es als einen Vorteil, dass ein Laie das Amt wahrnimmt, „weil dadurch eine Außenperspektive in die innertheologische Sicht kommt“.

Beim Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre merkt man Rudolf Möse schon ein wenig Wehmut an. Er lobt die Zusammenarbeit mit Dekan Dr. Gernot Gerlach, zu der selbstverständlich auch konstruktive Kritik gehörte. Rudolf Möse gerät ins Schwärmen, wenn er an die sechs Jahre in der Arbeit des Kirchenkreises denkt. Gern erinnert er sich an den „Tag der Kirchen“ im vergangenen Jahr. Da hat er die Kirchen nicht nur als architektonische Schönheiten in den Dörfern erlebt, sondern als Ausdruck eines christlichen Denkens, Fühlens und Glaubens. Er lobt die beiden Danke-Schön-Abende, die es in den sechs Jahren gegeben habe und bei denen das ehrenamtliche Engagement so vieler Mitarbeiter gewürdigt wurde.

Reformprozess 2020

Und als Wolfhager Gemeindemitglied liegt ihm besonders die Renovierung der Stadtkirche am Herzen, die in der archäologischen Fachtagung im Juni ihren besonderen Ausdruck gefunden habe.

Enttäuschungen gab es während seiner Amtszeit auch – Rudolf Möse nennt den Reformprozess 2020 mit der Fusion der Kirchenkreise Kaufungen und Kassel-Land. Die kirchlichen Strukturen waren nicht in ein Gesamtkonzept der Kirchenkreise Hofgeismar und Wolfhagen eingebunden. Das sei insbesondere deshalb enttäuschend gewesen, weil man im Kirchenkreis Wolfhagen immer versucht habe zu agieren und nicht nur zu reagieren.

Ein herausragendes Ereignis waren für den scheidenden Vorsitzenden der Kreissynode die Besuche des Bischofs im Kirchenkreis.

Rudolf Möse verabschiedet sich nicht von seinen kirchlichen Aktivitäten. Er ist noch drei Jahre lang Vertreter des Kirchenkreises Wolfhagen in der Landessynode, dem obersten Beschlussorgan der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Als Mitglied der Landessynode gehört er weiterhin zur Kreissynode des Kirchenkreises Wolfhagen - aber nicht mehr als Vorsitzender.

Quelle: HNA

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