Wolfgang Schwanz und Reiner Weiß prägten den Schulalltag am Schwalmgymnasium

Abschied im Doppelpack

Entspannt in die Zukunft: Wolfgang Schwanz (linkss) will seinen Ruhestand vor allem genießen. Reiner Weiß plant für die freie Zeit ausgiebige Reisen und ein weiteres Studium. Fotos: Bohl/nh

Schwalmstadt. Mit Reiner Weiß und Wolfgang Schwanz verabschieden sich zwei Lehrer vom Schwalmgymnasium, die in 30 Jahren auf unterschiedliche Art, viel Einsatz für die Schule zeigten: Wolfgang Schwanz engagierte sich im Landespersonalrat der Lehrer, Reiner Weiß trieb die Einführung von EDV und Internet voran.

Seit 1978 unterrichtete Wolfgang Schwanz Biologie und Chemie am Schwalmgymnasium. Für die Interessen der Lehrer hat sich Schwanz elf Jahre lang im Landespersonalrat in Wiesbaden stark gemacht. Den Schulalltag beeinflusste er, in dem er in den 80er-Jahren den Anstoß für Projektwochen am Gymnasium gab. Ebenso engagiert war er, wenn es um die von ihm gegründete Badminton-AG ging. Seit über 20 Jahren werden durch seine Initiative Offene Schulmeisterschaften im Badminton ausgetragen.

Die Gewerkschaftsarbeit wird auch seinen Ruhestand prägen, der Pädagoge will weiterhin im Landespersonalrat mitarbeiten. Er plant auch, sich mehr Zeit für Schwimmen, Fahrrad fahren und Lesen zu nehmen. „Außerdem gibt es auf dem großen Grundstück rund ums Haus immer etwas zu tun“, meint Schwanz.

Reiner Weiß kam 1980 über Umwege ans Schwalmgymnasium. Nach seiner Ausbildung zum Vermessungstechniker, vier Jahren im Beruf und sieben Jahren Abendschule, erlangte er auf dem zweiten Bildungsweg die Hochschulreife.

Bis zum Vordiplom studierte er in Bochum Mathematik, verliebte sich dann aber ins Gilserberger Hochland und wechselte nach Marburg. Weiß studierte in Marburg Mathematik und Erdkunde auf Lehramt, später noch Informatik.

Sein erstes Jahr nach dem Referendariat führte in nach Fritzlar, 1980 wechselte er nach Schwalmstadt. Er initierte ab 1981 den Aufbau von EDV an der Schule und führte das Fach Informatik ein. Ab 2002 war Reiner Weiß als Fachbereichsleiter für den mathematisch- naturwissenschaftlich- technischen Bereich Mitglied der Schulleitung. Für zwei Jahre war er stellvertretender Schulleiter.

Für seinen Ruhestand hat der Lehrer einige Pläne. Er kann sich sehr gut vorstellen, wieder selbst die Schulbank zu drücken: „Schließlich kann man alte Gewohnheiten nicht einfach abstellen. Ein Philosophie- oder Geschichtsstudium würde mich sehr interessieren.“

Auch ausgiebiges Reisen steht für das Lehrerehepaar an. Aber sicher nicht mehr zur Ferienzeit. (jbx)

Quelle: HNA

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