Heute enden die Ferienspiele in Bad Emstal – Stottertherapeuten waren Höhepunkt

Abschluss mit Lagerfeuer

Millane Risseler, Bastian Keller und Daniel Gewiss (von links) bei der Spielstation „Dartpfeile auf Luftballons schießen“.

Bad Emstal. „Ich bin der Major, die militärischen Bezeichnungen haben wir uns selbst gegeben“, erzählt der elfjährige Daniel Gewiss. Er, Millane Risseler (10) und Bastian Keller (7) berichten begeistern von ihren zwei Wochen bei den Ferienspielen in Bad Emstal. „Ich bin besonders beliebt bei den Jüngeren“, sagt Daniel, „die kann man schnell zum Lachen bringen.“ Denn die Gruppen bei den Ferienspielen sind nicht nach Alter sortiert, sondern gut durchmischt. „So können sich alle mal kennenlernen“, sagt Klaus Ferrari, Jugendpfleger der Gemeinde Bad Emstal.

Besonders gut gefiel den Kindern der Ausflug nach Merxhausen in den Wald. „Um den Weg zu finden, waren orangene Brötchen in den Bäumen aufgehängt, das war cool“, erzählt Bastian. Besonders spannend fanden sie den Besuch der Stottertherapeuten. „Die haben uns erklärt, was die machen und gefragt, wie wir das finden, wenn wir sprechen“, sagt Millane. Zum Abschluss haben einige Kinder gestern abend noch in der Grillhütte in Merxhausen übernachtet und Lagerfeuer gemacht.

Gegen Regen geschützt

In der ersten Woche der Ferienspiele waren 64 Kinder da, in der zweiten Woche 52, erzählt Ferrari. In den Räumen des Kur- und Festsaales am Thermalbad in Bad Emstal sei für alle genug Platz. „Vor allem, wenn es regnet.“ Betreut wurden die Kinder von zehn Betreuern, zwei Köchinnen sorgten für die Verpflegung.

Das Essen werde immer frisch zubereitet, sagt Ferrari. Und die Lebensmittel täglich frisch geholt. „Wir erhalten Rabatte bei den örtlichen Bäckern, Metzgern und Einkaufsläden“, sagt Ferrari.

Christiane Hanses und Marlies Damm standen ab halb acht in der Küche und machten Frühstück, um halb eins gab es Mittagessen. Gestern hatten die beiden Frauen ordentlich zu tun, denn beim Grillabend waren Hamburger eingeplant.

Täglich von neun bis 16 Uhr standen Spiele rund um das Motto „Märchenhafte Ferienspiele – Auf den Spuren der Gebrüder Grimm“ auf dem Programm. Die Betreuer hatten sich vorab für jeden Tag ein Märchenmotto überlegt, zu dem es Spiele, Schnitzeljagden und Dorfrallyes gab. Einige der Jugendlichen, die die Kinder betreuten, haben bei Ferrari hospitiert und dann im Landkreis ihre Jugendleiterkarte gemacht. Dies sei ab 16 Jahren möglich, sagt Ferrari.

Nächstes Jahr wieder dabei

Die Ferienspiele kosten für ein Kind 55 Euro für eine Woche und 100 Euro für zwei Wochen, Geschwisterkinder erhalten Rabatt. „Hartz IV-Empfänger zahlen nur zehn Euro, aber wir hatten diesmal nur zwei Anfragen“, erzählt Ferrari. Vermutlich sei die Schamgrenze zu hoch. Insgesamt sei die Teilnehmerzahl gestiegen. Auch Anfragen für das nächste Jahr gebe es schon.

Bastian, Millane und Daniel wollen im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder mit dabei sein.

Von Nicole Flöper

Quelle: HNA

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