Arbeit vor Sessionsbeginn

Ehrenamtliche Trainerinnen der Naumburger Karnevals-Garden sind fleißig

Ihre Arbeit bleibt im Hintergrund: Garde-Trainerinnen Ann Kristin Schulz, Ann-Catherine Siebert, Franziska Siebert und Ramona Fries (erste Reihe von links).

Naumburg. Jeder Schritt der Choreografie ist verinnerlicht, die maßgeschneiderten Paillettenkostüme sitzen perfekt, und die Vorfreude könnte größer nicht sein: Die Naumburger Mädchengarden sind bestens für die beginnende heiße Phase des Karnevals gerüstet.

„Kaum jemand weiß, was alles an Vorarbeiten geleistet werden muss, damit die Showtänze und Märsche so reibungslos über die Bühne gehen“, sagt Franziska Siebert, die zusammen mit Ann-Catherine Siebert, Ann Kristin Schulz, Ramona Fries und Louisa Jakobi das Training der Garden übernommen hat. Neben der Kinder-, Junioren-, Prinzen- und Bürgergarde wird auch der Kinder-Elferrat von den fünf jungen Frauen betreut.

„Mit den drei Mädchengarden muss je ein Marsch und ein Showtanz eingeübt werden“, sagt Franziska Siebert. „Mit der Bürgergarde und dem Kinder-Elferrat studieren wir je einen Tanz ein.“ Dafür wird von Anfang April bis zum Rosenmontag einmal pro Woche jeweils zwei Stunden intensiv trainiert.

Nicht mit eingerechnet ist dabei die Zeit, die die Trainerinnen für Recherchearbeiten aufwenden müssen: „Wir wählen zuerst ein Hauptthema aus und tragen dazu passende Liederlisten zusammen“, sagt Ann-Catherine Siebert und ergänzt: „Im Internet recherchieren wir nach stimmigen Choreografien und Schrittfolgen.“

Damit hat die Arbeit der Garde-Trainerinnen aber gerade erst begonnen. „Dann suchen wir eine geeignete Kostümschneiderin und bestellen sogar passende Schuhe und Strumpfhosen“, so Ann Kristin Schulz. Vor den Auftritten werden die Tänzerinnen schließlich noch in Sachen Make-Up beraten.

Die zusätzliche Aufgabe stemmen die fünf Frauen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren in ihrer Freizeit – zwischen Schule und Studium. Bezahlt werden sie dafür nicht; alles verläuft ehrenamtlich. „Wenn man wie wir mit so viel Spaß dabei ist, spielt die Bezahlung keine Rolle“, sagt Ramona Fries. Die 17-Jährige ist sogar noch selbst als Gardetänzerin aktiv. Die anderen vier haben mittlerweile mit dem aktiven Tanzsport aufgehört. „Wichtig ist aber, dass man weiß, wovon man spricht“, merkt Ann-Catherine Siebert an. „Deshalb sollten Trainerinnen wenigstens einige Zeit selbst in einer Garde getanzt haben.“

Die Stadt Naumburg stellt den Karnevalistinnen für ihre wöchentlichen Einheiten einen Trainingsraum im Haus des Gastes zur Verfügung. Ein Segen, finden die Garde-Trainerinnen: „So haben wir einen zentralen Trainingsort und müssen uns nicht in abgelegenen Turnhallen treffen.“

Das Üben hat sich gelohnt: Bis zum Rosenmontag geht es jetzt Schlag auf Schlag. Der erste Höhepunkt der Session folgt am Samstag mit der ersten Fremdensitzung.

Quelle: HNA

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