Anwohner fürchtet Gefahr für Autofahrer 

Absperrung auf Bundesstraße im Schwalm-Eder-Kreis sorgt für Ärger

+
Autofahrer, die aus Gensungen kommend in Richtung Wabern unterwegs sind, müssen auf die Gegenfahrbahn ausweichen: Dadurch entstünden gefährliche Situationen, sagt der Rhündaer Dr. Gert Meyer. Denn da sich die Absperrung auf einer Kuppe befindet, sind entgegenkommende Fahrzeuge von Weitem kaum zu sehen.

Rhünda. Die Absperrung auf der Bundesstraße 253 zwischen Gensungen und Wabern stellt eine Gefahr für die Autofahrer dar – das kritisiert Jurist Dr. Gert Meyer aus Rhünda.

Die Situation

Hintergrund ist die Sanierung der Rhündabrücke. Die B 253 ist wegen der Bauarbeiten seit Anfang April zwischen dem Felsberger Stadtteil Rhünda und der Einmündung zur Landesstraße, die von Rhünda nach Helmshausen führt, voll gesperrt. Auf der fast 100 Jahre alten Rhündabrücke werden derzeit der Fahrbahnbelag erneuert und die Brüstungen instandgesetzt. Außerdem bekommt die B 253 auf einem 180 Meter langen Abschnitt einen neuen Asphaltbelag. Der Bund investiert 187.000 Euro in die Sanierung der Rhündabrücke und der Fahrbahn. Die Sperrung bleibt laut Hessen Mobil voraussichtlich noch bis zum 1. Juni dieses Jahres bestehen.

Wer mit dem Auto über die Bundesstraße 253 von Gensungen in Richtung Wabern fährt, steht plötzlich vor einer Absperrbake und einem Schild: „Sackgasse 500 Meter. Bis Rhünda frei.“ Die Vorrichtung blockiert einen großen Teil der Fahrspur, Autofahrer müssen deshalb auf die Gegenfahrbahn ausweichen und dabei die durchgezogene Linie überfahren.

Die Kritik

Das Problem: Die Vorrichtung steht auf einer Kuppe. Von weitem ist für Autofahrer daher kaum zu erkennen, ob ihnen ein Fahrzeug entgegenkommt. Aus Sicht von Gert Meyer wird dadurch das Risiko von Zusammenstößen erhöht.

„Ich halte das für Wahnsinn, die Absperrung auf die Kuppe zu setzen“, sagt Meyer. Der Jurist hat nachgemessen: 4,40 Meter Platz sind zwischen der Absperrung und dem Fahrbahnrand. Viele Autos sind, wenn man die Außenspiegel mitmisst, breiter als zwei Meter – wenn sich zwei Fahrzeuge an dieser Stelle begegnen, kann es also schnell eng werden.

„Man müsste die erlaubte Geschwindigkeit hier auf 40 runtersetzen“, sagt Meyer. „Wenn man 70 fährt, wie es erlaubt ist, dann hat man keine Chance zu bremsen, wenn einem ein Fahrzeug entgegen kommt.“

Im Übrigen sei der Verweis auf die Sackgasse sachlich falsch. Eine Weiterfahrt durch Rhünda hindurch sei noch möglich, da erst der Straßenabschnitt hinter Rhünda gesperrt sei. Meyer versteht daher nicht, warum der Verweis auf die Sperrung nicht direkt am Ortseingang von Rhünda aufgestellt wurde, sondern mitten auf freier Strecke. So provoziere man, dass ortsunkundige Autofahrer an dieser Stelle wendeten – auch das berge die Gefahr von Unfällen.

Die Sicht von Hessen Mobil

„Wir sehen da kein Problem“, sagt Horst Sinemus, Sprecher des Straßen- und Verkehrsmanagements Hessen Mobil. Eine Verkehrsgefährdung liege aus seiner Sicht nicht vor. Die Absperrung und das Schild seien in Absprache mit Polizei und Verkehrssicherheitsbehörde aufgestellt worden. „Das wurde so abgenommen“, sagt Sinemus.

Die offizielle Umleitung führe über Felsberg, Niedervorschütz und Niedermöllrich, betont Sinemus. „Das Sackgassenschild haben wir aufgestellt, weil wir nicht den ganzen Durchgangsverkehr durch Rhünda schicken wollen.“

Auch sei es sinnvoll, schon an dieser Stelle auf die Sperrung hinzuweisen: „Wenn sich jemand verfährt, hat er dort noch die Möglichkeit zu wenden.“

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare