Beiseförth war Rastplatz für die Teilnehmer der Inliner-Tour von Hünfeld bis Kassel

Auf acht Rollen unterwegs

Sie waren vier von insgesamt 70: Am Samstag rollte eine erschöpfte, aber glückliche Gruppe Inline-Fahrer auf den Campingplatz in Beiseförth. Karin Kraus, Sven Martin, Eva Wendt und René Kuhring hatten 80 Kilometer auf Rollen zurück gelegt. Foto:  Becker

Beiseförth. Sichtlich erleichtert rollte am Samstagabend eine große Gruppe Inlineskater auf den Campingplatz in Beiseförth. Die meisten der 70 Fahrer waren verschwitzt und erschöpft, aber doch glücklich, viel geleistet zu haben. Immerhin hatten sie an diesem Tag 80 Kilometer auf acht Rädern hinter sich gebracht.

Die jungen Leute waren vier Tage lang unterwegs, um die 250 Kilometer lange Strecke von Hünfeld nach Kassel zu fahren. Dabei hielt sie ihre Leidenschaft fürs Inlinerfahren zusammen und auf den Beinen.

Die Teilnehmer kamen aus so aus verschiedenen Orten wie Bremen, Berlin und London, sprachen unterschiedliche Sprachen – und verstanden sich alle prächtig, berichtete Organisator Sven Kirchner. Die gute Gemeinschaft ist ein wichtiges Anliegen für ihn, denn Ziel sei es, dass sich niemand ausgeschlossen fühle. Vielleicht auch deswegen komme die Tour bei den jungen Leuten sehr gut an: „Das Projekt wächst stetig“, sagte Kirchner.

Das verwundert ihn nicht. Durch die gleitenden Bewegungen sei Inlinerfahren schonend für die Gelenke und ein guter Ausgleich zum Alltagsstress.

Radwege enden oft plötzlich

Am Samstag führte die Etappe entlang des Fuldaradwegs über Bad Hersfeld und Rotenburg bis nach Beiseförth. Zwar habe man sich bemüht, aus Sicherheitsgründen ausschließlich die Radwege zu nutzen, sie seien aber nicht immer zum Inlinefahren geeignet gewesen. Viele Stellen seien zu ihrem Leidwesen nicht asphaltiert, manchmal endeten die Radwege auch urplötzlich. „Das ist dann ärgerlich für uns“, sagte Kirchner. Die Tour ließen sich die Sportler davon aber nicht vermiesen. Insbesondere die Stadt Rotenburg hatte es vielen angetan.

Höhepunkt war die Fahrradgondel in Beiseförth, die mithilfe einer Kurbel über die Fulda führt. Das sei eine riesige Gaudi gewesen: „Da kommt während der Tour auch mal das Kind aus einem raus“, sagte Sven Kirchner.

Von Lars Becker

Quelle: HNA

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