Tatort direkt am Straßenrand

Acker in Schwarzenborn wird immer wieder vermüllt

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Ärgern sich über Müll: Alexander Haas aus Schwarzenborn-Grebenhagen und Bürgermeister Jürgen Liebermann. 

Grebenhagen. Sperrmüll, Hausmüll, Sondermüll, gelbe Säcke: Alexander Haas ist fassungslos. Erneut wurde weit mehr als eine Kofferraumladung Müll auf seinem Acker abgekippt.

Der Tatort für die illegale Müllentsorgung ist der Parkplatz Mussmannsruh an der Landstraße zwischen Schwarzenborn und Appenfeld.

Der Unrat

Beim Ortstermin mit der HNA ist die große Mülltonne auf dem Parkplatz leer. Durch das Gebüsch blitzt allerdings ein pinkfarbener Wäschekorb, beim Näherkommen fallen Mülltüten, Plastikflaschen, Kochtöpfe, Blumenkästen und jede Menge weiterer Unrat auf.

Der Parkplatz

Für die unbekannten Täter sind die Umstände günstig: Hohe Büsche säumen den Parkplatz zum Feld, das der Grebenhagener an einen Landwirt verpachtet hat. Häuser gibt es in der Nähe keine, von der Semmelmühle aus ist der Parkplatz nicht sichtbar.

Immer schon einmal sei es vorkommen, dass Müll vom Parkplatz aus auf dem Acker gekippt wurde, sagt Haas, aber so geballt wie in diesem Jahr noch nie. Der 33-Jährige ist enttäuscht. Vollkommen unverständlich erscheint ihm, dass Menschen einerseits vermehrt auf Bio-Produkte setzen anderseits ihren Müll gewissenlos auf einen Acker werfen. „Auf diesem Feld werden auch Lebensmittel produziert, die auf jedem Tisch landen könnten“, empört er sich.

Auch dem Pächter, der das Land bewirtschafte, bereitet der Müll Probleme. „Was, wenn ein Kanister mit Öl in den Mähdrescher gerät?“, fragt der 33-Jährige. Auch passt ihm nicht, dass er – wenn er nicht Unterstützung von der Stadt erhält – für die Müllentsorgung zuständig ist.

Der Grebenhagener hofft nun, dass dem Parkplatz mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Zum Beispiel könnten die Jagdpächter von ihren benachbarten Ansitzen Beobachtungen machen.

Auch Hessen Mobil müsste tätig werden, fordert er. Aus seiner Sicht könnte ein Zaun oder größerer Container Abhilfe schaffen.

Die Straßenbehörde

Die Straßenbehörde sieht da wenig Möglichkeiten. Dieses Problem gebe es häufig bei wenig frequentierten Parkplätzen, sagt Silvana Mäder, Leiterin der Straßenmeisterei in Schwalmstadt. Eine Überwachung könne man nicht leisten. Zwei Mal in der Woche werde die Mülltonne auf dem Parkplatz geleert.

Quelle: HNA

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