Adel im Amt: Prinz von Anhalt macht Referendariat in Guxhagen

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Zielstrebig: Ferdinand Prinz von Anhalt lernt für sein zweites Staatsexamen in Jura. Als Anwalt möchte er sich in seiner Traumstadt Los Angeles niederlassen. Auch die Schauspielerei reizt den 28-jährigen Guxhagener. 

Guxhagen. Hauptsitz in Guxhagen, Wahlheimat in Los Angeles: Ferdinand Prinz von Anhalt macht diesen Spagat zwischen den Orten – und kommt gut damit zurecht. Seit zwei Jahren erst ist der Prinz ein Prinz. Jetzt will er die adligen Beziehungen spielen lassen und Anwalt in den USA werden.

Bei einem Besuch seiner Schwester in Los Angeles traf der Prinz - vorher hieß er Markus Wölfert - Frédéric von Anhalt, seinen heutigen Adoptivvater. Aus einer Bekanntschaft wurde eine Freundschaft, aus einer Freundschaft eine rechtmäßige Vater-Sohn-Beziehung. Diese möchte der Prinz nutzen, um seine Karriere voranzutreiben: Er will sich als Advokat in Amerika niederlassen.

Der Prinz im Regiowiki

Noch mit dem Namen Wölfert begann der Guxhagener nach dem Abitur ein Jurastudium in Berlin, später wechselte er nach Göttingen. Dort machte er sein erstes Staatsexamen. Die Karriere als Anwalt möchte er jedoch nicht in Deutschland machen: „Ich bin schon lange fasziniert von der amerikanischen Lebensweise, besonders Los Angeles hat es mir angetan“, sagt der 28-Jährige.

Vorher aber muss der Prinz noch ein bisschen büffeln. Vier verschiedene Stationen muss er durchlaufen, um die Prüfungen für sein zweites Examen schreiben zu können. Die bei einem Richter und einem Staatsanwalt hat er schon hinter sich. Jetzt ist er gerade einer Verwaltungsstation zugeteilt: der Gemeinde Guxhagen.

„Ich habe mich während meines Studiums lange politisch in der Gemeinde engagiert“, erklärt der Prinz, warum er sich gerade in Guxhagen um die kommunalen Angelegenheiten kümmert.

Adoptivvater Frédéric Prinz von Anhalt

Doch auch, wenn die Arbeit im ländlichen Gebiet Spaß macht: Das große Ziel des Prinzen heißt Hollywood. Bis es soweit ist, pendelt er zwischen den Kontinenten.

Neben der freundschaftlichen Verbundenheit zu Frédéric von Anhalt weiß Ferdinand auch um die Vorzüge des Nachnamens: „Das ist ein Supersprungbrett für meine Karriere“, sagt der 28-Jährige. Denn durch seinen Prinzentitel eröffneten sich ihm in Amerika ganz andere Türen als mit seinem früheren bürgerlichen Namen. Auch kann er durch von Anhalt Kontakte knüpfen, die er sich nicht hätte erarbeiten können: „Frédéric kann mir die Türen öffnen – durchgehen muss ich aber schon selbst“, erzählt der Prinz.

Und das hat er vor: Neben seiner angestrebten Niederlassung als Anwalt möchte er auch vor der Kamera aktiv werden. Erste Erfahrungen hat er schon machen können, am Sonntag ist er beim Promi Dinner im Fernsehen zu sehen.

Von Constanze Wüstefeld

Quelle: HNA

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