Anwohner beschweren sich über schnelle Roller- und Quadfahrer in ihrer Straße

Ärger in der Apfeltrift

So ruhig ist es in dieser Straße nicht immer: Marga Jansen läuft über die Apfeltrift. Auch sie sagt, sie habe dort schon junge Menschen schnell Roller fahren sehen. Foto: Auel

Wolfhagen. Die Anwohner der Apfeltrift in Wolfhagen sind sauer. Der Grund: Auf der Straße unterhalb des Seniorenheims Phönix würden sich seit einiger Zeit Jugendliche abends treffen, die mit Autos, Rollern und Quads umherrasen, Krach machen und sogar Passanten schon fast umgefahren haben sollen.

„Sie treffen sich meistens so gegen 20 Uhr bei den beiden Sitzbänken“, erzählt Waldemar Leier, der in der besagten Straße wohnt. Hinter seinem Haus endet das Wohngebiet, die Teerstraße der Apfeltrift verläuft weiter zwischen Wiesen. Bis zu zehn Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren seien es. „Sie fahren wie verrückt und lassen die Reifen quietschen“, berichtet der 60-Jährige.

Mehrere andere Anwohner, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen wollen, berichten, dass es vermehrt fast zu Unfällen aufgrund der Raserei der Jugendlichen gekommen sei. Außerdem würden sie oft ihren Müll neben den Bänken zurücklassen. Einen Abfalleimer gibt es dort nicht.

„Wir wollten echt niemanden gefährden und haben es auch nicht“, beteuert Alex, der sich gern mit seinen Freunden an besagter Stelle trift, gegenüber der HNA. „Die Straße ist relativ ruhig und gerade. Da kann man gut prüfen, was ein Quad so drauf hat“, erklärt der 17-Jährige. Zwar sei man ab und zu etwas schnell gefahren, Rennen hätte es aber nicht gegeben.

Vergangene Woche hat einer der Anwohner die Polizei gerufen. Die Beamten hätten die Jugendlichen angewiesen, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, sagte ein Polizist. Ein Teil der Straße ist eine 30er-Zone.

Auch das Ordnungsamt weiß Bescheid. Er persönlich kenne im Moment noch keine Details, die Stadt werde sich aber um das Thema kümmern, sagte Bürgermeister Reinhard Schaake.

Im Seniorenheim Phönix fühlt man sich momentan noch nicht von den Geschehnissen gestört. Zwar sei es bekannt, dass die Bänke in der Nähe ihrer Gebäude gern von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt werden, allerdings habe sich noch kein Bewohner über Autolärm oder dergleichen beschwert, teilte Heimleiter Axel Dietrich mit.

Beschwert hat sie sich auch noch nicht, aber Marga Jansen, die seit einiger Zeit im Phönix wohnt, hat die Jungs mit ihren Rennmaschinen bereits öfters getroffen. „Die fahren zwar manchmal schnell, aber angepöbelt oder sowas wurde ich noch nicht“, sagt sie.

„Wir treffen uns woanders“

Das wird wahrscheinlich auch so bleiben. „Wenn sich wirklich so viele von uns gestört fühlen, dann werden wir uns jetzt eben woanders treffen“, sagte Alex.

Von Juri Auel

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare