Ärger im Cantus: Semesterticket muss immer dabei sein

Ärger mit Cantus: Hansaka Jayasuriya studiert Politik in Kassel. Foto: Dräger

Malsfeld. Studenten können im NVV-Gebiet kostenlos Nahverkehrszüge nutzen – sie müssen ihr Semesterticket aber immer dabei haben. Ein Blatt mit den Immatrikulationsdaten reicht nicht aus. Diese Erfahrung hat Hansaka Jayasuriya in Malsfeld gemacht.

Der 19-Jährige hatte am Bahnhof bemerkt, dass er seine Geldbörse mit dem Semesterticket vergessen hatte. Er konnte zwar belegen, dass er Student ist. Dem Personal des Cantuszuges reichte dies aber nicht aus: Eine Fahrt sei nur mit gültiger Fahrkarte erlaubt, teilt das Unternehmen mit. Der Student wäre verpflichtet gewesen, sich eine Fahrkarte zu kaufen.

Dass Studenten ihr Semesterticket vergessen, ist laut Cantus keine Seltenheit. Beim Fahren ohne gültige Fahrkarte werden normalerweise 40 Euro fällig. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, diese Fahrpreisnacherhebung zu vermeiden: Die Betroffenen haben eine Woche Zeit nachzuweisen, dass sie zum Zeitpunkt der Fahrt eine Fahrkarte besaßen.

Dafür müssen die Studenten ihren Personalausweis vorzeigen. Mit dem wird kontrolliert, ob Semesterticket und Fahrgast übereinstimmen. Das können Studenten entweder direkt bei der Dienststelle des Cantus machen, die gegenüber des Wilhelmhöher Bahnhofs liegt. Oder sie lassen im Studiensekretariat eine Kopie von Ticket und Ausweis erstellen. Die Kopien werden mit Stempel beglaubigt und an die Adresse geschickt, die auf der Fahrpreisnacherhebung vermerkt ist.

Da Verwaltungs- und Bearbeitungskosten entstehen, kostet das Vergessen der Fahrkarte die Studenten sieben Euro. Wer sein Semesterticket verloren hat, kann beim Cantus anrufen, um die Frist zu verlängern. (ymd)

Quelle: HNA

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