Nach Straßensanierung haben Autos in Leuderode seit Monaten Teersprenkel am Lack

Ärger um frischen Asphalt

Abrieb: Nach Monaten lösen sich noch Partikel vom Asphalt.

Leuderode. Im September wurde die Verbindungsstraße zwischen Lenderscheid und Leuderode saniert. Seitdem beklagen sich die Autofahrer im Dorf, dass Rückstände der Straßenoberfläche die Fahrzeuge hartnäckig verschmutzen. Und das seit Monaten.

Andreas Poltmann, der Mitte Dezember ein Leasingfahrzeug abgegeben hat, musste wegen der Flecken die Kosten für eine spezielle Lackaufarbeitung bezahlen. Der neue Leasingwagen, den er im Dezember zugelassen hat, ist voller schwarzer Sprenkel.

„Mit dem Asphalt ist irgendetwas nicht in Ordnung“, sagt Helmut Poltmann, Ortsvorsteher von Leuderode. Seit die Kreisstraße 38 beim Frielendorfer Ortsteil Leuderode mit einer neuen Oberfläche versehen wurde, beklagen sich über 20 Autofahrer im Dorf über eine hartnäckige Verschmutzung. „Ich kriege bald jeden Tag Anrufe aus dem Dorf“, sagt er. Auch aus Lenderscheid und Allmuthshausen höre er Beschwerden.

Alle klagen über eine zähe, schwarze Substanz, die punktförmig am Lack der Autos klebt. Poltmann vermutet, dass es sich um Abrieb des Asphalts oder Teer handelt. „Das klebt dran wie an Schmirgelpapier“, sagt er. Selbst Teerreiniger sei schwierig, berichtet Helmut Poltmanns Sohn Andreas. Der 24-Jährige hatte sich Spezialreiniger besorgt, weil sich Teer bei Sonneneinstrahlung in den Lack einbrennen kann, sagt er. Nach der Anwendung allerdings sei der Lack verkratzt gewesen, so dass er den Wagen polieren lassen müsse. Heckscheibe, Kofferraum, die Seiten und Radläufe des VW Golf sind gesprenkelt. Ärgerlich, weil es ein neuer Wagen ist. Am 16. Dezember hatte er das Auto vom Werk abgeholt. „Dass sich nach den Straßenbauarbeiten was löst, kann Poltmann nachvollziehen. „Aber nicht ein halbes Jahr später.“

Beschwerden mit der Straßenmeisterei Borken, die für die Asphaltierung zuständig war, seien laut dem Ortsvorsteher im Sande verlaufen. Deren Versicherung weigere sich, eine fachgerechte Reinigung zu bezahlen. Dagegen hat Andreas Poltmann erst mal Einspruch eingelegt.

Von Alexandra Lache-Elsen

Quelle: HNA

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