Fraktionen kritisieren ausstehenden Abschluss

Ärger über die Arbeit im Rathaus

Röllshausen. Massive Kritik an der Gemeindeverwaltung wurde deutlich bei der jüngsten Sitzung des Schrecksbacher Gemeindeparlamentes in Röllshausen. „Es ist, gelinde gesagt, eine Frechheit“, sagte UWG-Sprecher Andreas Frisch in einer Aussprache dazu, dass die Verwaltung zwei Jahre im Verzug sei mit dem Jahresabschluss des Eigenbetriebes von 2008. Dadurch sei es nicht möglich, die Eröffnungsbilanz für den ersten doppischen Haushalt der Gemeinde zu erstellen. Dafür sollte der Büroleiter im Rathaus abgemahnt werden.

CDU-Sprecher Lars Diehl sah das ähnlich: Die in der vergangenen Parlamentssitzung von Bürgermeister Erich Diehl vorgetragenen Gründe, dass es an Außenstehenden, nicht an der Gemeindeverwaltung liege, stimme nicht. Das kommentierte auch Frisch: Der vom Bürgermeister angeführte Todesfall in einem für den Jahresabschluss zuständigen Wirtschaftsprüfer-Büro, der das Abarbeiten verzögert habe, stimme nicht. Vielmehr hätten nach Auskunft des Büros die erforderlichen Unterlagen nicht vorgelegen. „Man kann Fehler machen“, sagte der UWG-Sprecher, aber es wiederhole sich das gleiche kleinliche Vorgehen wie beim Jahresabschluss 2007.

„Eventuell anderes Büro“

„Auf einer Sache wird herumgeritten, über Positives aber kein Wort verloren“, entgegnete Bürgermeister Erich Diehl. Allein die umfangreichen Anfragen aus den Fraktionen würden viel Arbeitskraft im Rathaus binden. Aber: In Sachen Wirtschaftsprüfer-Büro sollte eventuell ein anderes beauftragt werden, meinte Diehl. (jkö)

Quelle: HNA

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