Borkener Unternehmen hat spürbare Umsatzverluste

Ärger über Diebstahl von Elektro-Schrott

Schwalm-Eder. Die Preise für Altmetall sind hoch. Für das immer größer werdende Heer fahrender Schrottsammler liegt das Geld somit auf der Straße. Allerdings bedienen sie sich auch an den Sammlungen von Elektroschrott, die der Borkener Recycling- und Umweltdienst im Auftrag des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Lahn-Fulda (ALF) organisiert.

Für das Borkener Unternehmen, das unter anderem schwer vermittelbare Arbeitslose beschäftigt, bedeutet das spürbare finanzielle Einbußen. Es erzielt im Recycling einen Umsatz von jährlich etwa 700.000 Euro. Etwa ein Fünftel gehe durch die Konkurrenz der Schrottsammler verloren, schätzt Michael Müller, Geschäftsführer des Recycling- und Umweltdienstes. Aus seiner Sicht ist das Diebstahl. Müller: „Bei dem ElektroSchrott handelt es sich nicht um herrenlose Sachen.“

Um das künftig deutlicher zu machen, sollen Kunden gebeten werden, Altgeräte mit einem Aufkleber zu versehen. Er soll darauf hinweisen, dass es sich bei dem Elektro-Schrott um Eigentum des Verbandes Abfallwirtschaft handelt. Im Kreisteil Melsungen soll die Verwendung des Aufklebers ab Herbst getestet werden. „Solche Aufkleber würden die Rechtsfindung erleichtern“, sagt Reinhard Giesa, Pressesprecher der Polizei Schwalm-Eder. Denn: Sammelgut, das für Abholunternehmen bereitgestellt werde, sei – anders als Hausmüll – keine herrenlose Sache. Für die Schrottsammler müsse dies deutlich werden, dann habe die Polizei auch eher eine Handhabe, um gegen Missbrauch vorzugehen.

Die Polizei habe die Kontrollen bereits erhöht, denn die Schrottsammler hätten keine Genehmigung für den Umgang und den Transport gefährlicher Abfälle (beispielsweise Kühlflüssigkeiten). Häufig würden auch Schwarzarbeit sowie Verstöße gegen das Melderecht festgestellt.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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