Ärger über Wildwuchs: Samen fliegen in den Ort

Am Schottengarten: Der Wind weht Samen in die Gärten der Anwohner. Foto: Gehlen

Röhrenfurth. Ungemähte Wiesen sorgen für Ärger in Röhrenfurth: Anwohner Hans Georg Wagner (72) kritisiert, dass von dort Distelsamen und andere Unkrautsamen in die Gärten im Schottenweg getragen werden.

Bei den Flächen handele es sich um aus der Produktion genommene Äcker, für die es Ausgleichzahlungen von der EU gibt. Wenn die Wiese nicht bald gemäht werde, müsse er im Garten zur Giftspritze greifen, sagte Wagner. Er kritisiert, dass der Besitzer der Fläche offensichtlich Geld vom Staat nehme, aber seine Pflicht nicht erfülle.

In den vergangenen Jahren habe es mit dem Mähen teilweise auch funktioniert, in diesem Jahr sei bisher nichts geschehen. Für die Existenz der naturbelassenen Flächen bekundet Wagner Verständnis, weil dort beispielsweise Rehe Nachwuchs gebären. „Allerdings ist es in einer Nachbarschaft nötig, Rücksicht zu nehmen“, sagt er.

Zuständig für die Aufsicht in solchen Angelegenheiten ist der Schwalm-Eder-Kreis: „Der Landwirt hat die Auflage, einmal im Jahr die Fläche zu mulchen“, sagt Landrat Frank-Martin Neupärtl.

Er weist aber daraufhin, dass der Zeitpunkt der Pflege nicht vorgeschrieben ist. Es gelte nur eine Sperrfrist vom 1. April bis 30. Juni, in der die Wiese nicht bearbeitet werden darf. Eine stichprobenartige Überwachung erfolge durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank (Wibank) Hessen. Bei Verstößen erfolgt eine Kürzung der Subventionen. Allerdings liege hier noch kein Verstoß vor. (gör)

Quelle: HNA

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