Ärzte ins ehemalige Amtsgericht: Parlament wird über Nutzung des Gebäudes entscheiden 

Homberg. Das ehemalige Amtsgericht in Homberg soll zum Ärztehaus werden. Das zumindest ist der Plan, den Bürgermeister Martin Wagner in die Tat umsetzen möchte.

„Nach der Schließung des Amtsgerichts 2006 sucht die Stadt nach einer passenden Nutzung für das Gebäude“, sagt Wagner. Es habe schon viele gute Vorschläge und Gespräche gegeben, die jedoch alle nicht umgesetzt werden konnten.

„Mit der Einrichtung eines Ärztehauses wird ein tatsächlich bestehender Bedarf in Homberg abgedeckt und durch die Mieteinnahmen trägt sich das Projekt auch wirtschaftlich“, heißt es in der Vorlage, die den Stadtverordneten vorliegt und über die sie in der Sitzung am Donnerstag abstimmen werden. „Wir sind nach der Schließung der Klinik in einigen Bereichen unterversorgt“, sagt Wagner und nennt Haut- sowie Hals-Nasen-Ohrenärzte als Beispiel. Ein Facharzt habe bereits Interesse. Weitere Ärzte sollen folgen. Geht alles glatt, dann könnten Mitte nächsten Jahres die ersten Patienten im ehemaligen Amtsgericht behandelt werden.

Versorgungslücke schließen

Wagner geht davon aus, dass es im Parlament eine breite Mehrheit dafür geben wird. „Das ist etwas, was alle wollen.“ Ein leerstehendes Gebäude werde genutzt, eine Versorgungslücke geschlossen und es wirke sich positiv auf die Innenstadtentwicklung aus. „Menschen, die zum Arzt in die Stadt gehen, kaufen dort auch ein.“

Auf finanzielle Unterstützung aus Wiesbaden hofft Wagner: Die Stadt habe sich für einen Stadtentwicklungsfonds beworben. Außerdem gibt es eine Förderung aus dem Städtebauförderprogramm Stadtumbau in Hessen von 190.000 Euro. „Beides könnte die schnelle Umsetzung des Ärztehauses möglich machen.“ Eine Entscheidung, ob Homberg aus dem hessischen Fördertopf etwas abbekomme, stehe vermutlich nächste Woche fest. „Es ist ein tolles und lohnendes Projekt, ich sehe gute Chancen für uns“, sagt Wagner. (may)

Quelle: HNA

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